Vorwärts 288 - September 2020

PDF: 

Artikel in dieser Ausgabe:

18.10.2020

Immer mehr Menschen sind im Beruf einem hohen Risiko ausgesetzt, sich mit Covid 19 anzustecken. Besonders betrifft dies Sparten mit schlechtem Arbeitsschutz und Knebelverträgen, wie Gastronomie, Bau, Schlachthöfe oder Erntehelfer*innen. Die Beschäftigten leben oft in Sammelunterkünften, wo sich Corona rasant verbreitet. Hier arbeiten viele Migrant*innen, aber auch immer mehr Österreicher*innen, die durch Corona ihren Job verloren haben, drängen in diesen Sektor. Auch unter Praktikant*innen in der Gastronomie grassiert Corona. Hier gibt es oft den Vorwurf, dass dies an zu viel Partys läge.

18.10.2020

550 Voest-Kündigungen

Der Voestalpine-Konzern will in der Steiermark 550 von 9.100 Beschäftigten kündigen (250 bei Tubulars/Kindberg und bis zu 300 im Luftfahrtbereich/Kapfenberg). Der Vorstandsvorsitzende Eibensteiner redet sich auf unmittelbare Auswirkungen der Corona-Pandemie heraus. Tatsächlich sind es Planlosigkeit und Profitorientierung, die der kapitalistischen Wirtschaft eine derart hohe Krisenanfälligkeit verleihen, insbesondere in klimaschädigenden Branchen wie Öl/Gas und Luftfahrt.

06.10.2020

HC Strache will sich und sein Team in der Wienwahl 2020 als die „wahre freiheitliche Bürgerbewegung“ vermarkten. Ein Blick auf die Kandidat*innenliste zeigt freilich, was der Ibiza-Fan darunter versteht. Da ist zum einen Christian Höbart, der im Herbst 2014 Asylsuchende pauschal als „Erd- und Höhlenmenschen“ beleidigte. Er ist nun Generalsekretär von Straches Gruselkabinett. Da ist auch Gernot Rumpold – einst einer der lautesten aus Jörg Haiders „Buberlpartie“. Er wurde wegen Korruption in der „Telekom-Affäre“ zu 33 Monaten teilbedingter Haft verurteilt.

28.09.2020

Die chinesische Wolong-Gruppe hat für das steirische Werk ATB Insolvenz angekündigt und will Maschinenpark und Produktion absiedeln. Sie tut, was Kapitalist*innen halt so tun: Nämlich alles nach der Profitabilität auszurichten. Da agiert die Wolong-Gruppe nicht anders als heimische Firmen.

28.09.2020
,

Die Hilfspakete der Regierung, um die Auswirkungen von Corona- und Wirtschaftskrise zu mildern, haben sich bis jetzt auf eine Gruppe konzentriert: Konzerne, Unternehmen, Gastronomie und andere Kapitaleigner*innen. Auf das Modell Kurzarbeit ist aktuell ein großer Teil der Erwerbstätigen angewiesen, um den Arbeitsplatz zu behalten. Es hat, daran besteht kein Zweifel, Arbeitsplätze erhalten, die sonst Corona zum Opfer gefallen wären. Unternehmen können bis zu 90 % der Lohnkosten auf den Staat abwälzen. Oft wird dieses System missbraucht, Unternehmen kassieren ohne z.B.

25.09.2020

Die Zustände im Gesundheits- und Sozialbereich liegen nicht erst seit Corona im Argen. Personalmangel, Unterbezahlung und Überbelastung – die Ergebnisse jahrzehntelanger Sparpolitik wurden durch Corona noch verschlimmert. Doch die Pandemie ändert nichts am ungesunden und anti-sozialen Kurs der Regierung: Die schwarz-grüne Landesregierung in Vorarlberg z.B. kündigt millionenschwere Einsparungen in den Gesundheits- und Sozialbudgets an und auch über die Einsparung von Intensivbetten wird diskutiert.

17.09.2020

Erinnern wir uns an die Protestwelle von 2019: Millionen gingen fürs Klima auf die Straße. Im Libanon, Irak und Syrien, im Sudan und Chile erhoben sich die Massen. Dann kam Corona und die Welt erstarrte im Lockdown. Nun hat die Protestwelle wieder an Fahrt aufgenommen und macht auch vor Österreich nicht halt. Es begann mit den Protesten gegen rassistische Polizeigewalt (BLM), die auf der ganzen Welt aufgegriffen wurden. Und seither überschlagen sich die Ereignisse.

Seiten

Nachrichten aus dem Quarantäne-Kapitalismus

Auch auf Facebook!

25.03.2020

Die Coronoa-Krise trifft alle, aber nicht alle gleich  Aktuell rücken die Lebens- und Arbeitsrealitäten von uns allen näher zusammen. WAS wir konkret für einen Job machen ist gerade...mehr