Zahlen und Fakten zur Pflege

Zu Hause

  • 450.000 Menschen in Österreich beziehen Pflegegeld, brauchen also Pflege und Betreuung. 83 % davon sind zu Hause, nur 17 % in Pflegeheimen. Mit 950.000 Personen übernehmen pflegende Angehörige den Hauptteil der Pflegearbeit – darunter über 40.000 Kinder. Insgesamt sind 1,4 Millionen Menschen direkt vom Thema betroffen. (Quelle: Sozialministerium)
  • Obwohl alleine in Oberösterreich bis 2025 gut 1.500 zusätzliche Pflegeplätze aufgrund der demografischen Entwicklung gebraucht würden, will die Landesregierung keine zusätzlichen Alten- oder Pflegeheimplätze mehr schaffen.
    (Quelle: Soziallandesrat OÖ)
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  • Über 63 % der Pflegegeldbezieher*innen und ca. 80 % der pflegenden Angehörigen sind Frauen.
  • 92 % der Pflegekräfte bei mobilen Diensten und 84 % in Altenheimen sind Frauen. (Quelle: Sozialministerium, Statistik Austria)

Pflegegeld:

  • 68 % sind von der angekündigten Erhöhung des Pflegegeldes ausgeschlossen, v.a. jene, die zu Hause gepflegt werden.
  • Seit der Einführung des Pflegegelds 1993 betrug der Wertverlust durch die Inflation 35 %! (Quelle: Martin Greifeneder)

24-Stunden-Betreuung:

  • 4/5 der 65.000 24-Stunden-Pfleger*innen stammen aus Rumänien und der Slowakei. 61 % sind Alleinverdiener*innen. 30 % von ihnen geben an, ihre Tätigkeit in Österreich zu beenden, wenn die Familienbeihilfe für Kinder im Ausland gekürzt wird. 26 % der Betreuungskräfte sehen sich gezwungen, ein höheres Honorar von ihren Klient*innen zu verlangen und 24 % wollen sich eine gleiche Tätigkeit in einem anderen EU-Land suchen.
    (Quelle: „Altern in Würde“)

Fachkräfte- und Personalmangel:

  • Österreichweit fehlen Tausende Pflegekräfte in Alten- und Pflegeheimen. Allein in Oberösterreich werden bis 2025 rund 1.600 zusätzliche Pflegekräfte benötigt. In Kärnten fehlt jetzt schon 20 % an Personal in der Altenpflege. In Vorarlberg wandern Fachkräfte zunehmend in die Schweiz ab, weil dort die Bezahlung besser ist.
    (Quelle: ORF, Soziallandesrat OÖ)
  • Eine Studie der Arbeiterkammer zur Arbeitssituation in oberösterreichischen Krankenhäusern und Pflegeheimen ergab, dass generell 20 % mehr Personal nötig wären.

 

 

Erscheint in Zeitungsausgabe: 

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