Volksvertreter - nur ja nicht mit dem "Volk" reden!

Bericht über die Demo vor dem Bundesrat vom 2005-06-23
Max

Am 23. Juni 2005 fand um 8:15 Uhr in der Früh eine Kundgebung gegen rechtsextreme Bundesratsabgeordnete statt. Der eher ungünstige Zeitpunkt verhinderte, dass viele SchülerInnen und Arbeitende auf der Demo erschienen, trotzdem beteiligten sich an die 20 Leute an der Kundgebung.

Die unlängst gefallenen Aussagen von Kampl und Gudenus sowie die heutige Bundesratssitzung zur „Lex Kampl“ gaben uns den Anlass, gegen Rechtsextremismus (nicht nur im Bundesrat/Parlament) aufzutreten.

Indem wir Umrisse von Leichen auf den Boden zeichneten, symbolisierten wir, wie Leute wie Gudenus (der bei der Sitzung nicht anwesend war) und Kampl (der sich nicht an uns vorbeitraute und einen Extraeingang benutzte) über Leichen gehen, und wie die Opfer des Nationalsozialismus mit Füßen getreten werden. Mit einem Transparent auf dem die Opferzahlen des Nationalsozialismus standen, verdeutlichten wir, dass die Aussagen Kampls und Gudenus’ absurd sind.

Alle, wirklich alle Abgeordneten, die wir mit Fragen, wie „Was tun Sie gegen Rechtsextremismus im Bundesrat“ konfrontierten, ignorierten uns total. Bis auf einen der uns entgegnete: “Ich bin ja selber einer [Rechtsextremer, Anm.]“. Ein Abgeordneter warf einen Blick auf die Zeitung Vorwärts, und als er danach griff und man ihm sagte, dass sie 80 Cent kosten würde, ging er ohne ein weiteres Wort davon...

Die sogenannten Volksvertreter sind sich zu gut um mit dem („normalen“) Volk zu reden, (ver)treten es aber nach bestem Wissen und Gewissen...

Berichtet wurde über die Kundgebung u.a. von Standard, Kurier, Presse, ORF....

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