Sei Teil des internationalen Widerstands!

Das CWI kämpft auf der ganzen Welt gegen Ausbeutung und Unterdrückung.
Manuel Schwaiger

Die Superreichen sind weltweit schon lange bestens vernetzt. Sie haben multinationale Konzerne oder Organisationen wie den IWF, der weltweit ihre neoliberale Politik durchpeitscht.

Wenn wir uns als ArbeitnehmerInnen, Frauen, LGBTQI+ Personen, MigrantInnen oder linke AktivistInnen gegen die Politik der Chefetagen wehren wollen, dann brauchen wir unsere eigenen internationalen Organisationen.

 

CWI (englisch für Komitee für eine ArbeiterInnen-Internationale) will so eine Kraft aufbauen. In über 40 Ländern sind die AktivistInnen des CWI aktiv. Die SLP ist seine österreichische Sektion. Die Organisationen des CWI verbinden marxistische Analyse mit einer flexiblen Taktik, die der immer instabileren und unvorhersehbaren Entwicklungen des niedergehenden Kapitalismus Rechnung trägt.

 

Das zeigt sich zum Beispiel in den USA. 2013 gelang es der dortigen CWI-Sektion Socialist Alternative, mit Kshama Sawant eine Sozialistin in den Stadtrat von Seattle zu schicken. Die Abgeordneten des CWI geben sozialen Bewegungen auf der Straße und in Betrieben eine Stimme. So üben sie mit ihnen Druck auf die Herrschenden aus. In Seattle konnte so der höchste Mindestlohn der Welt, 15$ pro Stunde, erkämpft werden. Socialist Alternative war aktiver Teil der Bewegung rund um die Kampagne von Bernie Sanders. Die Kampagne begeisterte Millionen von linken Ideen. Doch Bernie weigerte sich, mit der Big Business- Partei der Demokraten zu brechen. Socialist Alternative kritisierte das und setzte sich für eine unabhängige sozialistische Kraft ein. So konnte die Organisation hunderte AktivistInnen gewinnen, die jetzt den Widerstand gegen Trump organisieren. Die Großdemonstrationen mit zehntausenden TeilnehmerInnen am Tag nach der Wahl Trumps wurden vom CWI organisiert.

 

Erfolge auf der Wahlebene kann man auch in Irland aufweisen. Mit 3 Abgeordneten sitzt das CWI als Socialist Party im Parlament. Der Versuch der irischen Regierung, eine unsoziale Wassersteuer einzuführen, führte zu Widerstand in der Bevölkerung. Anders als andere linke Parteien, die die Wassersteuer nur im Parlament kritisierten, rief das CWI offen zum Boykott der Steuer auf. 73% der IrInnen beteiligten sich am Boykott. Die Socialist Party ist nun die führende Kraft auf der Straße im Widerstand gegen eine immer instabilere Regierung des Sozialabbaus.

 

In Israel und Palästina organisiert das CWI als einzige sozialistische Organisation in der Region Juden/Jüdinnen und PalästinenserInnen gemeinsam im Kampf gegen die Gewaltspirale aus Besatzung, Unterdrückung und Terror. Die CWI-Sektion in Südafrika führte 2013 Massenstreiks in den Platinminen des Lonmin-Konzerns an. Ihre AktivistInnen zählen zu den verdientesten KämpferInnen der südafrikanischen ArbeiterInnenbewegung. Sogar in China ist das CWI unter den schwierigsten Bedingungen gegen das Regime aktiv. Auch in Hong Kong hat das CWI eine Organisation. Sie bauten in den letzten Jahren eine Gewerkschaftsstruktur unter Flüchtlingen auf – es war diese Struktur, die Edward Snowden half, unterzutauchen. Eine CWI-Aktivistin, selbst Flüchtling aus Indonesien, versteckte Snowden selbst vor den Behörden.

 

Längst sind andere RevolutionärInnen auf die Arbeit des CWI aufmerksam geworden. In Brasilien fusionierten die Kräfte des CWI mit einer anderen sozialistischen Organisation. Nun sind sie dort die dynamischste Strömung der Linkspartei PSOL und in der ersten Reihe des Widerstands gegen de neoliberalen Putschisten Temer. Diesen Sommer fusioniert das CWI mit den Organisationen der Izquierda Revolucionaria (IR), in Spanien, Venezuela und Mexiko. Nachdem sich IR von einer Dachorganisation getrennt hatte, die den Marxismus auf dogmatische Weise entstellt, näherte sie sich immer weiter dem CWI an. IR organisierte erst kürzlich einen SchülerInnenstreik in Spanien, an dem sich Hunderttausende beteiligten. So konnte eine autoritäre Schulreform gestoppt werden. Durch die Fusion wird die Zusammenarbeit sozialistischer Kräfte auf globaler Ebene entscheidend gestärkt.

 

Wer der SLP beitritt, für uns spendet, unser Material kauft oder die Vorwärts abonniert, unterstützt nicht nur die SLP. Überall auf der Welt sind die AktivistInnen des CWI aktiv. Werde auch du Teil des Widerstands gegen den Wahnsinn des Kapitalismus. Kämpfe mit uns für eine andere Welt, ohne Ausbeutung und Unterdrückung. Eine Welt, in der die Bedürfnisse der Menschen zählen, und nicht die Profite von Konzernen. Eine demokratische und sozialistische Welt!

Erscheint in Zeitungsausgabe: 

Der Wahnsinn des Kapitalismus

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