Rede von Stefan Reifberger auf den Anti-FPÖ-Protesten in Salzburg

"Wir haben heute endlich einmal wieder schönes Wetter. Nur der Anlass für diese Demonstration bringt mir die Galle hoch. Heute ab 18:00 Uhr ist die FPÖ hier in Salzburg -Im Kongresshaus möchten HC Strache und Co. Wahlkampfstimmung machen.

Ihr Programm ist klar: Als Partei der kleinen Leute will sie sich präsentieren - Als Partei die für „Freiheit“ steht - Als Partei die für „Fairness“ steht.

Die Realität sieht radikal anders aus: In Wahrheit steht die FPÖ für massiven Sozialabbau und rassistische Hetze. Überall dort wo sie mitregieren durfte waren die Folgen fatal. Nicht die sozial Schwachen will sie unterstützen sondern Eliten, Banken und Konzerne. Privatisierungen verursachen tausende Arbeitslose. Dennoch ist sie für die Privatisierung der Voest mitverantwortlich. Dennoch ist sie für die Privatisierung der Telekom mitverantwortlich. Und dennoch ist sie für die Privatisierung der Post mitverantwortlich. Die Zerschlagung der ÖBB geht ebenfalls auf das Konto der „sozialen“ Heimatpartei.

Der von der FPÖ zu verantwortende Hypo Skandal wird ein Kürzungspaket von 11,7 Milliarden Euro bringen.

Überboten werden diese neoliberalen Perversitäten nur noch durch die menschenverachtende Hetze der FPÖ. „Nächstenliebe“ findet man überall, aber nicht im Programm der FPÖ. Toleranz zeigt sie nur für Korruption und Lobbysmus.

Ich muss meine vorherige Aussage also nachbessern. Nächstenliebe gilt bei der FPÖ nur für jene die eine dicke Gelbörse haben. Obwohl auch Menschen ohne österreichische Staatsbürgerschaft Steuern zahlen, fordert die FPÖ, dass nur „Österreicherinnen und Österreicher“ Sozialleistungen bekommen.

Diese Politik ist nicht die Lösung der Krise, sondern nur eines ihrer schlimmsten Symptome: Diese Partei ist gefährlich für Migrantinnen und Migrannten. Diese Partei ist gefährlich für Musliminnen und Muslime. Diese Partei ist gefährlich für Jüdinnen und Juden.

Diese Partei ist gefährlich für all jene die nicht in ihr strammes rechtes Weltbild passen und hat schon zigfach bewiesen dass sie nicht imstande ist die Probleme der Menschen zu lösen.

In der Realität steht sie nicht gegen sondern FÜR die Umverteilung von unten nach oben. Mit der Spaltung in diesem Land entlang ethnischer, religiöser usw. Linien verfolgt die FPÖ nur ein Ziel.  Sie will uns unsere sozialen Errungenschaften nehmen. Sie will die Umverteilung zu Gunsten derer die sie wirklich liebt, der Banken und Konzerne. Wir sind heute hier um diesen Wahnsinn etwas entgegenzusetzen.

Lassen wir uns nicht spalten! Kämpfen wir GEMEINSAM gegen rassistische Hetze und Sozialabbau.

 

 

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