Internationale Notizen Juli/August

BRD: Streik in Charité
Am Montag, den 22. Juni, starteten Beschäftigte der Charité in Berlin, der größten Universitätsklinik in Europa, einen Streik für bessere Arbeitsbedingungen. Mehr als 600 nehmen von Beginn an teil, was sich auf ein Drittel des gesamten Krankenhausbetriebes auswirkt. Die Charité hat in den letzten Jahren schon Streikerfahrung gemacht. Es ist ein aktiver Streik von unten, bis zu 100 VertreterInnen aus verschiedenen Stationen sind in Planung und Verhandlungen einbezogen. Zentrale Forderung ist die Aufstockung der Belegschaft. Aus der Bevölkerung kommt große Unterstützung, was sich u.a. in einer Demonstration mit 2.000 Leuten zeigte. Dafür verantwortlich ist auch die Arbeit des Solidaritätskomitees, an dem ebenfalls Mitglieder der SAV (CWI in Deutschland) beteiligt sind.
www.sozialismus.info

Brasilien: Wasserkrise
Im brasilianischen Sao Paulo findet momentan eine schwere Wasserkrise statt. Millionen BewohnerInnen, vor allem in den ärmeren Vierteln, sind von Wasserrationen abhängig. Ein Kollaps und in Folge Unruhen stehen bevor. Grund ist die marode Infrastruktur der privatisierten Wasserversorger und, dass die Agrar- und Bergbauindustrie Vorrang hat. Während der Wasserversorger Sabesp Gewinne macht, steigen die Wasserpreise (+23%) und werden Beschäftigte gekündigt. So auch Marzeni Periera, Aktivist der LSR (CWI in Brasilien), seit 22 Jahren bei Sabesp und Betriebsrat. Er ist auch Teil der Kampagne „Wasser JA! Profite Nein!“ Das Management hat ihn gefeuert – unliebsame Kritik am Profitsystem Wasser war nicht erwünscht. Es folgt eine internationale Solidaritätskampagne mit Marzeni.
www.lsr-cit.org

Schottland: Protest
Am 20. Juni rief der schottische Gewerkschaftsverband zum Protest gegen Kürzungen. VertreterInnen von aktuellen und früheren Streiks und sozialen Bewegungen sprachen. Klar war, egal welche Regierung, sie alle wollen kürzen. Die Forderung der Socialist Party Scotland (CWI) nach einem 24-stündigen schottlandweiten Streik erhielt daher auch sehr große Unterstützung.

www.socialistpartyscotland.org.uk

 

Erscheint in Zeitungsausgabe: 

Der Wahnsinn des Kapitalismus

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23.5.2018

Der Wahnsinn des Kapitalismus: Wir arbeiten grad am nächsten Vorwärts, im Schwerpunkt geht es um Imperialismus und die wachsende Kriegsgefahr. Dazu passend verschickt die schwedische Regierung an...mehr