Frisch gekämpft: Kampf der PostarbeiterInnen in Serbien

Moritz Bauer

In Serbien begannen im November 2017 Proteste und Streiks bei der staatlichen Post. Diese wandten sich gegen Verstöße gegen die ohnehin geringen ArbeiterInnenrechte, Lohnverluste und die von Regierungsparteien installierten ManagerInnen, die Firmen wie ihr Privateigentum behandelten, sowie gegen Repression gegen GewerkschafterInnen, sowie Versuche des „Union-Bustings“. Mehrere dutzend KollegInnen wurden suspendiert, weil sie sich für die Rechte der Beschäftigten eingesetzt hatten, ein heftiger Angriff auf ihre Rechte und sowie die Gewerkschaften. Bei Demonstrationen in Belgrad protestierten über 2.000 Menschen. Hauptorganisator war die „Unabhängige Gewerkschaft der Postangestellten“ (Samostalni Sindikat Poštanski Radnika). Neben weiteren Gewerkschaften unterstützten und beteiligten sich Studierendenorganisationen, die linke Plattform „BORBA“ und andere politische Gruppen. Im Zuge der Proteste waren die ArbeiterInnen enormem Druck und Drohungen ausgesetzt. Für die internationale Solidaritätskampagne durch das CWI (dem auch die SLP angehört) bedankt sich der Vorsitzende der Gewerkschaft ausdrücklich, da sie den Druck auch auf die Regierung erhöht hat. Letztlich wurden fast alle KollegInnen wieder angestellt. Weiters konnten unter den KollegInnen ca. 12.000 Euro gesammelt, damit den suspendierten PostlerInnen der Lohnausfall nahezu ausgeglichen und kostenloser Rechtsbeistand sowie Klagen gegen die serbische Post ermöglicht werden.

 

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