Europaweit organisieren sich Flüchtlinge

Deutschland: Im März 2012 begann die Refugee Tent Action, v.a. gegen die unmenschlichen Bedingungen in den Lagern. Über 150 Tage, 50 davon im Hungerstreik, protestierten –  ausgelöst durch den Selbstmord eines Flüchtlings – in Würzburg iranische Flüchtlinge. Der Protest weitete sich auf 12 Camps aus. Nach einem Protestmarsch von Würzburg nach Berlin wurde Berlin das Zentrum des Protests. Ein Camp am Brandenburger Tor halten die „No-Citizens“ trotz Repression aufrecht und rufen im November zu einer weiteren Demo auf. Es gab zwei Bustouren und einen Kongress in München. Nach Hunger- und Durststreik am Münchner Rindermarkt musste die Politik Zugeständnisse machen. Flüchtlinge suchten Schutz im DGB-Haus. Sie gewannen GewerkschafterInnen als Fürsprecher und den DGB-Vorsitzenden von München für eine Solidaritätserklärung.

Schweden: Ein Hungerstreik junger afghanischer Flüchtlinge in Gevlö, um gegen ihre Lebensbedingungen zu protestieren.

Australien: Proteste auf den Christmas Islands 2011. Sie richteten sich gegen die langen Anhaltungen, die miserablen Umstände, vor allem schlechte Gesundheitsversorgung und psychische Probleme durch die lange Isolation der Flüchtlinge, unter denen auch Kinder sind.

Griechenland: 2012 war der größte Hungerstreik der griechischen Geschichte durch 300 „illegale“ MigrantInnen, die Papiere und gleiche Rechte fordern.

Zypern: 100 kurdische Flüchtlinge aus Syrien, die u.a. als politische Flüchtlinge anerkannt werden wollen, führen im Mai 2006 den größten Flüchtlingsprotest der zypriotischen Geschichte durch. Der mehrwöchige Hungerstreik setzte die Abschiebebefehle aus.

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25.03.2020

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