EM-Foul mit Anlauf – Rote Karte für UEFA

Alexander Svojtko

Die Freude ist unter den heimischen Fußballfans groß: ertsmals hat sich die Nationalmannschaft für eine EM sportlich qualifizieren können. Eine Welle des „Patriotismus“ läuft durch das Land, und allerorten hören wir ein gelalltes: „Frankreich, wir kommen!“.
Wirtschaftlich hat der europäische Fußballbund (UEFA) als Ausrichter die Spielregeln längst festgelegt. Insofern ist das Motto der Euro 2016 - „Le Rendez-Vous“ - treffend: denn die wirtschaftlichen Interessen der UEFA und jene internationaler Konzerne haben sich tatsächlich getroffen. Ein Blick auf die Sponsorenliste genügt – da tummeln sich ebenso finanzstarke wie umstrittene Marken: Coca-Cola, McDonald´s, adidas, Carlsberg, Hyundai oder auch die Turkish Airlines...
Überraschend kommt das alles nicht. Immerhin steht auch der ehemalige Superkicker und ehemalige UEFA-Präsident Michel Platini unter dringendem Korruptionsverdacht (es gilt die Unschuldsvermutung). Genau nimmt man es aber beim Geld-Einnehmen: So kann der Wirt um´s Eck mit der UEFA in Konflikt kommen, wenn er im Schanigarten Matchübertragungen zeigt, aber kein Carlsberg ausschenkt. Für uns heißt das: 4,50 € für ein schlecht eingeschenktes Bier. Danke. Und das ist „Fair Play“?!

 

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