12. Mai: Österreichweiter Aktionstag gegen die Missstände im Sozial- und Gesundheitswesen.

Geld für Gesundheit statt für Banken!
Christoph Glanninger

Die Regierung versucht, die Kosten für Krise, Hypo und Steuerreform bei Beschäftigen und PatientInnen im Sozial- und Gesundheitsbereich abzuladen. Die Folgen: zu wenig Personal, viel zu niedrige Löhne und Überarbeitung.

Deshalb ist Widerstand so wichtig. Aktuell fordern Pflegekräfte in Salzburg, Tirol, Kärnten, Wien und Oberösterreich Lohnerhöhungen, es gibt Betriebsversammlungen und hohe Kampfbereitschaft. In Linz demonstrierten Tausende gegen Kürzungen in der Behindertenbetreuung.

Eine wichtige Rolle spielen Basisinitiativen. Z.B. organisieren sich in Salzburg gerade PflegerInnen rund um die „Carevolution“. Über regionale und bundesweite Aktionstreffen kann man sich österreichweit vernetzen. So kann man Strukturen aufbauen, um mehr Menschen zu erreichen, Druck auf die Gewerkschaftsführung auszuüben und Arbeitskämpfe zu planen.

Gerade im Gesundheits- und Sozialbereich ist die Unterstützung von PatientInnen/KlientInnen zentral. 2013 beteiligten sich PatientInnen, in ihren Krankenbetten, am Streik der oberösterreichischen Ordensspitäler. Bei den Arbeitskämpfen in der Berliner Charité half ein Solidaritätskomitee dabei, Unterstützung aus der Bevölkerung zu organisieren.

Immer wieder versucht man uns einzureden, dass Arbeitskämpfe den PatientInnen schaden. Was wirklich schadet, ist das Kaputtsparen der Regierung. Um das zu bekämpfen sind alle Maßnahmen, auch Streiks, gerechtfertigt. Streiken kann auch im Gesundheits- und Sozialbereich funktionieren. Z.B. waren die Beschäftigen des LKH Salzburg führend an den erfolgreichen wilden Streiks gegen Nulllohnrunde 2012 beteiligt.

Um zu verhindern, dass die Gewerkschaftsführung einem faulem Deal zustimmt, muss die Belegschaft demokratisch entscheiden können, was die nächsten Schritte sind, welche Forderungen aufgestellt werden und ob ein Angebot angenommen wird.

Wenn wir uns demokratisch organisieren und gemeinsam kämpfen, können uns weder Bosse, Regierung noch bremsende Gewerkschaftsführung aufhalten.

 


Ausführlicher Aktionsplan unter: www.slp.at

Erscheint in Zeitungsausgabe: 

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23.5.2018

Der Wahnsinn des Kapitalismus: Wir arbeiten grad am nächsten Vorwärts, im Schwerpunkt geht es um Imperialismus und die wachsende Kriegsgefahr. Dazu passend verschickt die schwedische Regierung an...mehr