Vorwärts 179 - März 2009

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Artikel in dieser Ausgabe:

06.03.2009

Die Wirtschaftskrise schlägt zu: 2009 wird neue Rekordwerte bei der Arbeitslosigkeit bringen. Frauen trifft die Krise besonders hart – sie werden verstärkt in Armut und aus der Erwerbsarbeit gedrängt. Frauen verdienen um ein Drittel weniger als Männer. Alleinerzieherinnen sind zu 27% von Armutsgefährdung betroffen. Alleinlebende Pensionistinnen sind mit 28% rund dreimal so hoch gefährdet unter die Armutsgrenze zu rutschen, wie alleinlebende Pensionisten (9%). Zum Vergleich: Die durchschnittliche Armutsgefährdungsquote liegt bei 13% (Quelle: Sozialbericht 2007/2008).

27.02.2009

Der russisch-ukrainische Gasstreit und die damit ausgelöste Energiekrise in der EU Ende 2008/Anfang 2009 hat der EU-Atomlobby massiven Rückenwind verschafft. Die noch vor wenigen Jahren propagierten Ausstiegsszenarien sind vorerst vom Tisch. Liegt im Ausbau von nuklearen Energiequellen die Zukunft?
Der Streit zwischen Russland und der Ukraine begann erstmals im März 2005. Im Mittelpunkt des Konflikts stehen seither die ukrainischen Gasschuldenzahlung an die Gazprom, Preiskonditionen und Lieferbedingungen an die Ukraine und die Fragen des Transits nach Europa.

27.02.2009

Die Streiks von Baufacharbeitern in Ölraffinerien und Kraftwerken, die sich auf 22 Baustellen im ganzen Land ausgeweitet haben, sind eine der bedeutsamsten Streikwellen in letzter Zeit. Sie haben sich großartig über die Antistreikgesetzgebung hinweggesetzt und die Gesetze bezüglich Urabstimmungen und Streikposten ignoriert, um ihr Recht wahrzunehmen, Regierung und Arbeitgebern die Meinung zu sagen und Änderungen zu fordern.

27.02.2009

Was könnte sozialistische Demokratie bedeuten? Nach der Pariser Commune im 19. Jahrhundert gibt vor allem ein Phänomen, welches massiv am Ende des Ersten Weltkrieges in Europa auftrat, Aufschluss darüber, wie eine neue, alternative und sozialistische Gesellschaft – zumindest in ihrer Keimform – aussehen könnte: Die ArbeiterInnenräte.

27.02.2009

Die meisten von uns kennen wahrscheinlich eines der bekanntesten Lieder von John Lennon, nämlich „Imagine“. Das ist eine eher langsamere Nummer nur mit Klavier; ein „L’amour Hatscher“ wie man/frau dazu in Wien sagt. Vielmehr als das interessiert uns jetzt aber, um was es in diesem Lied geht. Lennon besingt darin nämlich eine andere Welt. Eine Welt ohne Grenzen, Krieg und Besitz, eine Welt in der alle alles teilen und friedlich miteinander leben. Im Prinzip beschreibt er damit eine andere, eine Alternative zu unserer jetzigen Gesellschaft.

24.02.2009

Charlie Mittersteger, 59 Jahre alt, ist einer von 630.000 Behinderten in Österreich, arbeitet beim Verein ÖHTB und ist engagiert beim Aufbau eines Werkstättenrates. Vorwärts hat mit ihm über seine Arbeit, Ziele und Forderungen gesprochen.

Vorwärts: Wie schaut Ihre Arbeit aus beim ÖHTB?

CM: Also, ich bin in einer Werkstätte mit sechs weiteren Kollegen und einer Betreuerin eingestellt, arbeite in der Rechercheabteilung und bin für die Informationsauswertung zuständig.

24.02.2009

Die Papierindustrie steckt weltweit in der Krise. Durch Überproduktion waren die Papierpreise bereits niedrig, die Wirtschafskrise drückt nun weiter die Nachfrage und somit den Preis nach unten. Die traditionsreiche Halleiner Papierfabrik soll deshalb einer Marktbereinigung zum Opfer fallen.

24.02.2009

ÖGB-Präsident Erich Foglar meint in der Solidarität 914/2009: „Kurzarbeit ist noch immer das tauglichste Mittel, die Menschen im Betrieb zu halten und den Einkommensverlust gering zu halten.“ 1999 sagte demgegenüber selbst Fritz Verzetnitisch, dass die Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn ein „notwendiges defensives Instrument zur Erhaltung der Arbeitsplätze” sei. Doch wahrscheinlich hätte Fritz heute - angesichts der Krise - wohl genau das gleiche gesagt wie Erich.

24.02.2009

Wohl stellt Österreich weder einen militärischen Giganten noch eine imperialistische Führungsmacht dar. Dennoch wirkt sich der globale Trend der Militarisierung auch hier deutlich aus.

24.02.2009

Die Wirtschaftskrise stellt die Sinnfrage ganz neu. Wozu lernen, wenn doch ohnehin nur die Arbeitslosigkeit folgt? Wozu zum AMS gehen, wenn es keine Jobs gibt? Wozu sparen, wenn das Geld dank Spekulation verschwindet. Nun - darauf gibt es Antworten. Die Krise ist nicht vom Himmel gefallen, sie ist das Ergebnis des kapitalistischen Systems. Die Erkenntnis ist nicht neu, sondern wurde - maßgeblich von Marx & Engels - bereits im 19. Jahrhundert verbreitet.

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