Südafrikas Studierende rebellieren!

Die ANC-Regierung hat die legale Apartheid lediglich durch eine soziale ersetzt
Christoph Glanninger

Auch 20 Jahre nach Ende der Apartheid ist die soziale Ungleichheit enorm. Die aktuellen Proteste der Studierenden richten sich auch dagegen. Allein die zwei reichsten Kapitalisten besitzen soviel wie die unteren 50 %. Sogar die Times beschreibt Südafrikas Herrschende als “die korrupteste Unternehmerklasse der Welt“.

Die neoliberale ANC-Politik hat die Ausgaben für höhere Bildung auf 0,7% des BIPs gekürzt, weniger als in Ghana und Senegal. Die Hälfte der schwarzen Studierenden die es trotz aller Widrigkeiten auf die Unis schaffen, muss ihr Studium abbrechen, weil sie z.B. die Gebühren nicht zahlen können.

Die jüngste Erhöhung der Gebühren hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Seit Wochen demonstrieren Tausende selbstorganisiert unter dem Motto #FeesMustFall. Die Proteste radikalisieren sich immer weiter. Mittlerweile wird nicht nur der Stopp der Gebührenerhöhungen gefordert, sondern ein freies hochwertiges Bildungssystem für alle und der Rücktritt der Regierung.

Die „Workers and Socialist Party“ (CWI Südafrika) und ihre Jugendorganisation schlagen ein landesweites Treffen zentraler AktivistInnen der Bewegung vor. So kann eine neue demokratische, breite Studierendenorganisation entstehen, die für ein gerechtes Bildungssystem eintritt.

Um die Proteste auf die nächste Stufe zu heben, müssen sie auf ArbeiterInnen und Gewerkschaften ausgeweitet werden. So können die Studierendenproteste Teil des Entstehungsprozesses einer neuen ArbeiterInnenpartei sein.

 

Erscheint in Zeitungsausgabe: 

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23.5.2018

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