Rot-Grün = Amerlinghaus aus

Für mehr und nicht weniger politische, soziale, kulturelle Zentren! Für den Erhalt des Amerlinghauses.
Yanna Ndiaye

Unter diesem Motto fand am 30.11 eine Demo in Wien statt. TeilnehmerInnen waren die Beschäftigten, Mitglieder und AktivistInnen der rund 50 Gruppen des Amerlinghaus und Personen, die das Amerlinghaus als das, was es ist kennen und schätzen gelernt haben.

Das Kulturzentrum am Spittelberg ist seit der Besetzung Mitte der 1970er Jahre ein Treffpunkt für Jugendgruppen, antifaschistische Gruppen, MigrantInnenvereine, Kunstprojekte und viele andere Strukturen. In keinem anderen von der Gemeinde Wien geförderten Zentrum trifft soviel Kultur, Politik und Integration aufeinander wie im Amerlinghaus. Seit Jahren versucht die Stadtregierung das Haus finanziell auszubluten.

Hintergrund ist der Wandel im 7. Bezirk: 1970 war es noch ein billiges Viertel. Heute sind die Mietpreise um ein vielfaches gestiegen und der Spittelberg wurde zum „Szene-Viertel“. Die 100%ige Tochterfirma der Stadt Wien und Vermieterin des Amerlinghauses GESIBA möchte offensichtlich zahlungskräftigere MieterInnen.

Für viele enttäuschend ist, dass es nicht mal ein Jahr Rot-Grün gebraucht hat, um ein seit 30 Jahren bestehendes Kulturzentrum zu bedrohen. Entsprechend machte die Demo auch einen Zwischenstopp vor der Zentrale der Grünen, die von der Polizei geschützt wurde und verdunkelt hatte.

Das Amerlinghaus muss bei steigenden (Miet)Preisen seit rund 10 Jahren mit einer gleichbleibend niedrigen Jährlichen Subventionen von 250.000€ auskommen. Das reicht schon lange nicht mehr. Die Kampagne zur Verteidigung des Amerlinghauses, bei der die SLP eine zentrale Rolle gespielt hat, war rot-grün so unangenehm, dass für 2012 die Subvention vorerst gesichert ist. Ein erster Erfolg. Verlangt werden aber Umstrukturierungen (raus mit den lästigen linken Gruppen, rein mit Kommerz), die den Charakter des Hauses zerstören würden. Die Zukunft ist also ungewiss, die Kampagne muss weiter gehen!

Um den dringend gebrauchten Platz für Antifaschismus, Kultur und Integration im Amerlinghaus zu erhalten fordern wir die notwendigen Subventionen sowie die Zuschüsse für die Sanierung!

Erscheint in Zeitungsausgabe: 

Der Wahnsinn des Kapitalismus

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23.5.2018

Der Wahnsinn des Kapitalismus: Wir arbeiten grad am nächsten Vorwärts, im Schwerpunkt geht es um Imperialismus und die wachsende Kriegsgefahr. Dazu passend verschickt die schwedische Regierung an...mehr