Köhlmeiers Kapital

In einem Presse-Interview überraschte der Schriftsteller Michael Köhlmeier mit Kenntnissen über „Das Kapital“ von Karl Marx – und verteidigte dessen Aktualität: „Wenn mir jemand erklären und beweisen kann, dass der Mehrwert heute nicht mehr dadurch entsteht, dass die Arbeitskraft mehr erzeugt, als sie für ihre eigene Reproduktion benötigt, bin ich das gerne bereit zu glauben“ – er liegt jedoch falsch, wenn er im „Kapital“ nur eine Analyse erkennt, ohne „einen einzigen agitatorischen Satz“. Analyse, Kritik und Aufruf zur revolutionären Veränderung fallen bei Marx zusammen – so auch im „Kapital“, wo Marx „die Verwandlung des tatsächlich bereits auf gesellschaftlichem Produktionsbetrieb beruhenden kapitalistischen Eigentums in gesellschaftliches“ fordert, und zwar durch „die Expropriation (Enteignung) weniger Usurpatoren durch die Volksmasse“.

Erscheint in Zeitungsausgabe: 

Der Wahnsinn des Kapitalismus

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23.5.2018

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