Jemen: Internationaler Aktionstag für die ArbeiterInnen von TOTAL und G4S

Sicherheitspersonal verlangt Löhne und die Verhaftung der Mörder ihrer Kollegen

Die Menschen im Jemen leiden nicht nur unter Krieg und Armut, sondern auch noch unter der Willkür (internationaler) Unternehmen. Am 6. Februar demonstrierten rund einhundert ArbeiterInnen vor dem Parlamentsgebäude in Sana‘a, der Hauptstadt Jemens. Sie verlangten ihre nicht gezahlten Löhne und Gerechtigkeit für ihre ermordeten KollegInnen. Ihr eigentlicher Arbeitgeber TOTAL und das Sicherheits-Subunternehmen G4S haben über zweihundert ArbeiterInnen ihrer Lohnzahlungen von über einem Jahr beraubt. Der französische Multi TOTAL war über 25 Jahre im Jemen aktiv. Der Schutz der TOTAL-Einrichtungen wurde per Subkontraktt von der britischen Firma G4S übernommen. G4S ist die größte Sicherheitsfirma der Welt mit einem denkbar schlechtem Ruf - die britische Gewerkschaft UNITE beschuldigt G4S auch des "ständigen Bruches von Menschenrechten". In den TOTAL Einrichten im Jemen waren ausbeuterische Arbeitsbedingungen die Norm. Die Wächter hatten häufig 12, manchmal sogar 24 Stunden Schichten, obwohl auch das jemenitische Arbeitsgesetz vorsieht, das Arbeitstage nicht länger als acht Stunden dauern dürfen. Dann hatten die Unternehmen 2015 die meisten ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten im Land eingestellt. Die Firmen, die massive Profite im Jemen gemacht hatten nutzten die unsichere Situation um sich illegal und auf Kosten der Beschäftigten aus dem Staub zu machen.

Die Sprechchöre der DemonstrantInnen gegen TOTAL und G4S verlangten daher nach den Lohnzahlungen und der Verhaftung der Mörder von drei ihrer KollegInnen. Diese waren im letzten Dezember von einer bewaffneten Gang niedergeschossen worden, welche undurchsichtige Verbindungen zur lokalen Unternehmensführung von TOTAL hat. Die Lage der ArbeiterInnen ist dramatisch und eine Hungerkatastrophe droht. Die Proteste wurden auch von der WFTU (World Trade Union Federation) aufgegriffen, die eine Stellungnahme in Solidarität mit den ArbeiterInnen veröffentlichte. Auch zahlreiche internationale Medien interessieren sich bereits für den Skandal.

Genauere Hintergrundinfos: http://www.socialistworld.net/doc/7910

Am 31. März findet ein weiterer Protesttag statt bei dem auch in Österreich eine Aktion vor der Firmenzentrale von TOTAL stattfindet.

Bitte schickt Protestbriefe mit einem Inhalt wie diesem:

“This letter is to protest at the actions of TOTAL and G4S towards their employees in Yemen, who have been denied payment of their wages for an entire year, despite several court injunctions, and have been left in dire poverty as a result. Further, a serious allegation has been brought to our attention that hired gangs linked to the local management of these two companies have been used to intimidate – and kill – workers protesting against these practices of wage robbery. By this protest today, we should make clear that, unless you use your authority to take action to immediately pay these workers their due wages and entitlements, and help bring the killers of Mohammad Alzubide, Ali Al Sanhani and Abdurhaman Kieran to justice, then the reputation of TOTAL and G4S will be further damaged internationally”.

Protestbriefe an:

Total Österreich: Fax: +43 (0)1 616 46 11-24 bzw. sm.speenco-office-at@total.com sowie eine Kopie bitte an slp@slp.at

Auf Facebook findet ihr die Kampagne unter: https://www.facebook.com/Justice-for-TotalG4s-workers-G4s%D8%A7%D9%84%D8%B9%D8%AF%D8%A7%D9%84%D8%A9-%D9%84%D8%B9%D9%85%D8%A7%D9%84-%D8%AA%D9%88%D8%AA%D8%A7%D9%84-391865047848600/.

Hier könnt ihr die Online-Petition unterstützten:https://www.change.org/p/total-s-a-oil-company-total-must-pay-starving-yemeni-workers-1-year-of-unpaid-wages-help-them-now?recruiter=92181&utm_source=share_petition&utm_medium=facebook&utm_campaign=autopublish&utm_term=des-md-share_petition-reason_msg

Kommt zur Protestaktion: https://www.slp.at/termine/jemen-internationaler-aktionstag-f%C3%BCr-die-arbeiterinnen-von-total-und-g4s

Der Wahnsinn des Kapitalismus

Auch auf Facebook!

23.5.2018

Der Wahnsinn des Kapitalismus: Wir arbeiten grad am nächsten Vorwärts, im Schwerpunkt geht es um Imperialismus und die wachsende Kriegsgefahr. Dazu passend verschickt die schwedische Regierung an...mehr