Frauenrechte verteidigen, AbtreibungsgegnerInnen stoppen!

Salzburg gegen Fundis
Sarah Krenn

Am 6. Dezember versuchten religiöse FundamentalistInnen der Gruppe „Jugend für das Leben“ erneut, ihre alljährliche „Lichterkette für das Leben“ vor dem Landeskrankenhaus in Salzburg abzuhalten. Bei dieser Veranstaltung stellen sie sich vor das Krankenhaus mit Kerzen in der Hand und sprechen Frauen das Selbstbestimmungsrecht über ihren eigenen Körper ab. Ihre Aktivitäten gehen oft über reine "Information" hinaus, Frauen werden belästigt. Genau diese Leute brüsten sich mit dem Titel "LebensschützerInnen" in dem sie versuchen, Schwangerschaftsabbrüche zu verhindern. Jedoch nehmen sie es in Kauf, dass tausende Frauen jährlich an illegalen Abtreibungen sterben. Unterstützt werden sie vom ultrakonservativ-katholischen Lager.
In Salzburg gibt es erst seit 2005 die Möglichkeit, Schwangerschaftsabbrüche im LKH durchzuführen. Es hat lange gedauert bis dieses elementare Frauenrecht auch bei uns eingeführt wurde. Seit Jahren hetzen die AktivistInnen von „Human Life International“ und ihrer Jugendorganisation „Jugend für das Leben“ dagegen.
Dieses Jahr waren sie bei ihrer Lichterkette nicht einmal mehr 50 Leute und verschwanden nach einer halben Stunde im Gegensatz zu den vergangenen Jahren wo sich ihre Prozession über mehrere Stunden hingezogen hat. Auch die Anzahl der Pro-Life AktivistInnen hat im Vergleich zu den Vorjahren abgenommen. Die Gegenkundgebung von Pro Choice-AktivistInnen war lautstark und gut besucht. Wir betont das Frauen das Recht haben, selbst zu entscheiden ob und wann und wieviele Kinder sie bekommen möchten. Unsere lautstarke Kundgebung führte wohl auch zum schnellen Abgang der FundamentalistInnen. Wie in der Rede von SLP Aktivist Stefan Reifberger betont wurde, fordern wir unter anderem eine Bannmeile für militante AbtreibungsgegnerInnen rund um Krankenhäuser um damit zu verhindern das Frauen, welche einen Schwangerschaftsabbruch durch führen lassen wollen, von ihnen physisch oder psychisch angegriffen werden können.Auserdem fordern wir:

  • kostenloser und frei zugänglicher Schwangerschaftsabbruch in allen Bundesländern und öffentlichen Kliniken!
  • kostenlose Verhütungsmittel und umfangreiche Aufklärung an Schulen!
  • Religionsgemeinschaften raus aus Schule und öffentlichen Einrichtungen!
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