Die Rechtsextremen Gäste des Akademikerballs

Manuel Schwaiger

Dieses Jahr haben die Demonstrationen gegen den „Akademikerball“ der rechtsextremen Burschenschaften eine besondere Bedeutung, denn nun sitzen diese Burschenschafter in der Regierung. Der Ball wird zum Regierungsevent, zu einer Brücke zwischen Regierung und Ultrarechten. Die sind dort regelmäßige Gäste, etwa Patrik Brinkmann, ein wegen Steuerhinterziehung verurteilter schwedischer Großunternehmer, der als Finanzier homophober und islamfeindlicher Gruppen auftritt und beste Kontakte mit NPD und russischen Neonazis unterhält. Ebenfalls zu den Teilnehmern zählten Matthias Faust, Chefredakteur der NPD-Zeitung „Deutsche Stimme“ und Bruno Gollnisch, Holocaustleugner und Politiker des Front National. Für eine vollständige Liste der rechts-rechts-außen BallbesucherInnen reicht der Platz nicht, doch auch in diesem Jahr werden sie wieder in der Hofburg tanzen. Vizekanzler Strache und die 3. Nationalratspräsidentin Kitzmüller haben sich ankündigt, während die FPÖ auf den Opernball verzichtet.
2017 sagte ein FPÖ-Spitzenpolitiker, der Ball sei nur ein Symbol, demonstriert würde gegen den Staat, die freiheitliche Gesellschaftsordnung und das Privateigentum. Er hat recht. Wir demonstrieren gegen einen Staat, der Ultrarechte in der Hofburg tanzen lässt, gegen eine Gesellschaftsordnung, in der Rassismus, Sexismus und Homophobie auf der Tagesordnung stehen und gegen ein Privateigentum, das sich immer mehr auf die Superreichen konzentriert, während der Rest der Bevölkerung leer ausgeht.

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