Die Forderungen der AUA-Belegschaft ans Management

Das fliegende Personal (FlugbegleiterInnen und PilotInnen) von Austrian Airlines hat im Jahre 2004 mit dem Abschluss des neuen Kollektivvertrages, sowie einer substanziellen Produktivitätssteigerung und der Implementierung der stark reduzierten Kollektivverträge für neue KollegInnen große individuelle Opfer erbracht und damit seinen Beitrag zur Sanierung des Unternehmens mehr als erfüllt.

Erschüttert nehmen wir daher nur zwei Jahre später zur Kenntnis, dass unser enormer Sanierungsbeitrag vom Management des Unternehmens nicht nur leichtfertig verspielt wurde, sondern dass vielmehr durch eine komplett fehlgeleitete Unternehmensstrategie die wirtschaftliche Zukunft von Austrian Airlines und aller MitarbeiterInnen mehr als gefährdet erscheint. Vor allem die nachweislich unterdurchschnittliche Performance in den drei Bereichen Finanzen (Mag. Kleibl), Vertrieb/Marketing (Dr. Burger), und Human Resources lässt uns am Fortbestand unseres Unternehmens stark zweifeln und erfüllt die MitarbeiterInnen von einem der kostengünstigsten und produktivsten Flugbetriebe Europas mit größter Sorge.

Dessen ungeachtet wurden ans Management sogar im Verlust- und Krisenjahr 2005 Millionenprämien ausbezahlt. Eine diesbezügliche Petition des fliegenden Personals mit der Aufforderung zur Rückerstattung eben dieser Prämien wurde von Vorstandsdirektor Alfred Ötsch abgelehnt.

Wir fordern daher Herrn Vorstandsdirektor Alfred Ötsch auf:

  • Unverzüglich geeignete Maßnahmen zu

    treffen, um die existenzbedrohenden Missstände in den oben angeführten

    drei Bereichen raschest möglich zu beseitigen, die Leistungen und

    Ergebnisse dieser drei akuten Krisenherde im Unternehmen zu

    stabilisieren und auf ein, im internationalen Vergleich,

    wettbewerbsfähiges Niveau zu bringen.

  • Bindende Gesetze, Verträge,

    Vereinbarungen und Garantien einzuhalten, insbesondere gesetzliche und

    sicherheitsrelevante Limits, den Kollektivvertrag und die

    Betriebsvereinbarungen, sowie Verträge, Vereinbarungen und Garantien,

    welche zwischen den Sozialpartner-Präsidenten Leitl und Verzetnitsch,

    den AUA-Vorständen  Soerensen, Kleibl und Burger, sowie der

    Gewerkschaft HTV/BRB zur Sicherung des Wirtschafts- und

    Arbeitsstandortes Österreich, zur Sicherung des Unternehmenswachstums

    von Austrian Airlines und der Sicherheit der Beschäftigten

    abgeschlossen wurden.

  • Den angekündigten Personalabbau von 83 PilotInnenpositionen und 187 FlugbegleiterInnenpositionen unverzüglich zurückzunehmen.
  • Den Beschluss betreffend den Übergang

    der F70 Fokker Flotte von Austrian zu Tyrolean Airways in Form eines

    AVRAG Betriebsüberganges unverzüglich zu widerrufen.

  • Den Beschluss betreffend den Übergang

    der F70 Fokker Flotte von Austrian zu Tyrolean Airways mit sofortiger

    Wirkung zu revidieren.

  • Die Nichtverlängerung des befristeten

    Dienstverhältnisses der FlugbegleiterInnen Basiskurse 1 bis 9 mit 31.

    Oktober 2006 mit sofortiger Wirkung zu stoppen.

  • Den vertragswidrigen Gebrauch des Austrian Codeshare auf Slovak Air unverzüglich zu beenden.
  • Die einseitig von der Wirtschaftskammer

    abgebrochenen Kollektivvertragsverhandlungen betreffend der von der

    Gewerkschaft HTV eingebrachten Forderungen der Jahre 2004/2005/2006

    unverzüglich wieder aufzunehmen.

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