Der rechte Rand: Identitäre geleaked

Moritz Bauer

Bei einem Treffen der Identitären Bewegung (IB) im Allgäu wurden sechs Identitäre von AntifaschistInnen konfrontiert, flüchteten und vergaßen dabei ein internes Dokument. Dieses bestätigt, dass es sich bei der IB um „Alten Wein in neuen Schläuchen“ handelt.

Im Dokument schreiben sie über „taktische“ Fehler der alten Rechten und empfehlen, diese zu vermeiden. Die Ideologie bleibt unbehelligt. Es wird erst gar nicht versucht, das Bild von harmlosen Patrioten zu zeichnen. Im Gegenteil: Im Dokument steht: „Die alte Rechte […] ist kein vernünftiger Flügel des Spektrums, sondern nur eine ausgediente und unzulängliche Version der IB. Wir verrichten ihre Arbeit viel besser.“

Das Papier zeigt, dass sie eine Gruppe straff organisierter Überzeugungstäter aufbauen wollen. Das ist eine reale Gefahr für Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen. Diese Gewaltbereitschaft zeigt sich auch in der Warnung vor staatlichen Provokateuren, die „als Hypernationalsozialist in Erscheinung“ treten, versuchen, Identitäre für NS- Gruppen abzuwerben oder Waffen und Sprengstoff für Aktionen anbieten. Scheinbar attraktive Angebote für Leute in den Reihen der Identitären, wenn davor gewarnt werden muss.

Auch wie die Identitären „überzeugen“ wollen, kommt nicht vor. Vielmehr geht es um rhetorische „Tricks, um [Diskussionen] zu gewinnen“, um Design usw. Die Identitären wollen „den Mainstream durch […] Aktivismus“ beeinflussen. Funktionieren tut das nicht, sie profitieren vom Aufstieg von FPÖ, AfD & Co. und machen v.a. heimliche Aktionen.

 

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