Der rechte Rand: Die Medien der FPÖ

Nicolas Prettner

 Das offizielle Parteiorgan der FPÖ ist die wöchentlich erscheinende „Neue freie Zeitung“. Darüber hinaus erscheinen noch zahlreiche andere Blätter des rechten und rechtsextremen Lagers. So z.B. in Oberösterreich „Info-DIREKT“, das Putin und Assad unterstützt. Herausgeber ist der „Verein für Meinungsfreiheit und unabhängige Publizistik“, dessen Obmann Karl Winkler auch Vorsitzender der rechtsextremen „Österreichischen Landsmannschaft“ ist. Ebenfalls aus Oberösterreich kommt der „Wochenblick“, der durch Schlagzeilen wie „Muslime machen Jagd auf Christen“ auffällt. Diese Zeitschrift gehört der „Medien24 GmbH“, deren Eigentümer ein ehemaliges FPÖ Mitglied ist.

Sowohl „Info-Direkt“ als auch „Wochenblick“ orientieren sich stark an Zeitungen wie „Heute“. So kann man in ihnen Horoskope, Kochrezepte oder Sportartikel finden. Beide werden regelmäßig gratis verteilt. Genau das macht sie so gefährlich. Da werden hinter scheinbar harmlosen Artikeln Verschwörungstheorie und rechtsextremes Gedankengut verbreitet.

„Wochenblick“ kommt trotz Gratis-Verteilung fast ohne Inserate aus, die wenigen Inserate, die zu finden sind, kommen von der FPÖ Linz, dem RFJ OÖ und der freiheitlich regierten Stadt Wels. Woher diese Zeitschriften ihr Geld haben ist unklar, doch allein schon der Druck dieser Hochglanzmagazine zeigt, dass es in der rechten Szene sehr viel Geld gibt. Ob es von reichen Einzelpersonen und Unternehmen kommt oder über Parteien aus Steuergeldern abgezweigt wird: Dass solche rechten Schmuddelblätter über ihre Geldgeber schweigen, ist bezeichnend.

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