Zahlen und Fakten: Armut in den USA:

Gefängnisse statt Soziales:

Der Gefängnisapparat der USA kostet jährlich 80 Milliarden Dollar, jede Hinrichtung absurde 24 Millionen Dollar – dieses Geld fehlt im Sozialbereich, im Bildungswesen und bei der Schaffung neuer Jobs.

Die USA haben mit 706 Inhaftierten auf 100.000 EinwohnerInnen die höchste Gefangenenrate weltweit (Österreich: 98 auf 100.000). Dafür kommen auf 10.000 EinwohnerInnen nur 31 Spitalsbetten (Österreich: 78)

Insgesamt befindet sich jedeR 45. AmerikanerIn entweder im Gefängnis oder auf Bewährung.

Rassismus:

12,6 % der schwarzen Bevölkerung gelten als arbeitslos – hingegen nur 6,6 % der Weißen. Dafür sind ca. 4.400 von 100.000 farbigen Männern hinter Gittern, ca. 1.800 von 100.000 Latinos und nur ca. 700 von 100.000 Weißen. Im Durchschnitt verdienen AfroamerikanerInnen in den USA 30-40% weniger als Weiße im selben Job. Dafür werden sie überproportional oft von der Polizei schikaniert und erschossen.

KrankenverUNsicherung:

Das US-amerikanische Gesundheitssystem ist pro Kopf pro Jahr doppelt so teuer wie das deutsche Gesundheitssystem (7.536 $ bzw. 3.692 $). Der Sektor ist nach wie vor stark privat organisiert. In den letzten Jahrzehnten haben sich die Kosten verzehnfacht. Dennoch sind 45.7 Millionen Menschen in den USA NICHT krankenversichert bzw. können keine staatliche Hilfe beanspruchen.

Reichtum – Armut:

2012 gab es in den USA 3,4 Millionen MillionärInnen und knapp 2.000 MilliardärInnen, während rund jedeR sechste AmerikanerIn unterhalb der Armutsgrenze (9.000 € / Jahr – in Österreich: 14.000 € / Jahr) lebt. Besonders schwer trifft es AfroamerikanerInnen (27,4 %) und die hispanische Bevölkerung (26,6 %). Am stärksten ist die Armutsgefährdung für Jugendliche.

Walmart: Arm trotz Arbeit

Der größte Arbeitgeber in den USA, Walmart, hat USA-weit 2,2 Millionen Beschäftigte, von denen ein großer Teil wegen der geringen Entlohnung nicht ohne öffentliche Zuschüsse auskommt. Das Einstiegsgehalt liegt knapp über dem Mindestlohn und der Stundenlohn macht nur 43% des Durchschnittslohnes aus!

Quellen: Der Spiegel, Welt.de, Wikipedia, FAZ, Manager-Magazin, Presse, Die Zeit, Harvardmagazine, Statista, Kurier, WHO

 

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