Sie schwimmen in unserem Geld

Karin Wottawa

Schulden

Die Steuer- und Zollschuld der österreichischen Unternehmer liegt bei rd. 7 Mrd. Euro, das sind 11% aller Steuereinnahmen (AK OÖ, 14.10.11). Ca. 2,5 Mrd. davon sind Umsatzsteuern, die die KonsumentInnen bereits an die Unternehmen bezahlt haben. Der Sozialversicherung schulden sie eine satte Milliarde. Und laut Rechnungshofbericht von 2003 ist ein Drittel der Schulden uneinbringlich.

Geschenke

In Salzburg erließ das Finanzamt einem Baumeister bei einer Gesamtsumme von 1,45 Mio. Euro rund 650.000 Euro an Steuerschuld. Geschenke gibt’s auch per Gesetz: die Gruppenbesteuerung. Durch ein Firmengeflecht können Verluste eines Unternehmens in einem anderen Land bei der Mutterfirma im Inland abgeschrieben werden – dem Fiskus entgingen damit seit der Einführung 2005 ca. 250 Mio. Euro jährlich.

und Vermögen

Bei den Einnahmen aus der Besteuerung von Vermögen ist Österreich Schlusslicht – es sind gerade mal 0,5 % des BIP. Der EU-Durchschnitt ist dreimal so hoch. Hierzulande kann man Vermögen auch steuerschonend mit 2,5% Eingangssteuer in Stiftungen „parken“, geschätzte 60 Mrd. Euro. Es entgehen dem Staat jährlich 750 Mio. Euro. Die reichsten 10 Einzelpersonen oder Familien verfügen über 63,5 Mrd. Euro.

(Quellen: apa; diepresse.com, 20.8.2011; OTS, AK-OÖ) 

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