Nur das BESTe für die Jugend?

Herbert Wanko

Im März findet in Wien die BeSt, die „Messe für Beruf, Studium und Weiterbildung“ statt. Dort wird die große bunte Welt der (scheinbaren) Möglichkeiten präsentiert. Doch die Realität ist düster: Die Jugendarbeitslosigkeit stieg 2011 um drei Prozentpunkte und liegt nun bei 8,2 %. Viele – vor allem aus Ost-Österreich – müssten in ein anderes Bundesland pendeln, um eine Ausbildung zu bekommen. Die allermeisten können nicht das lernen, was sie eigentlich möchten. In überbetrieblichen Lehrstellen werden im 1. und 2. Lehrjahr 240 € und im 3. und 4. 555 € bezahlt, was ein eigenständiges Leben unmöglich macht.

Doch selbst wer eine Ausbildung abschließt, hat wenig rosige Zukunftsaussichten: Die Arbeitslosigkeit ist im letzten Jahr weiter gestiegen. Eine Trendumkehr ist nicht in Sicht. Auch die neue „Pensionsreform“ wird die Situation am Arbeitsmarkt weiter verschärfen. Statt Arbeitszeitverkürzung, die Jobs schafft, wird die Arbeitszeit verlängert und so Jugendliche aus dem Arbeitsmarkt gedrängt. Auch bei der Bildung wird gekürzt. Das Kürzungspaket ist auch ein Frontalangriff auf Jugendliche. Und Jugendliche werden sich dagegen wehren (müssen) wenn sie in Zukunft Jobs mit ordentlicher Bezahlung wollen!

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Nachrichten aus dem Quarantäne-Kapitalismus

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25.03.2020

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