Homofeindlichkeit im Fußball

Alois Hofer

Im Fußball herrscht weiterhin eine feindliche Stimmung gegenüber LGBTIQ. Aktuell wird dies wieder einmal im österreichischen Fußball sichtbar: Mitte Februar kam es bei einem Fußballspiel von Rapid zum wiederholten Male zu homofeindlichen Äußerungen u.a. durch ein Transparent und Zwischenrufe. Der Geschäftsführer des Vereins verurteilte die Aktion, Sportchef Bickel wollte sich jedoch nicht auf eine Diskussion einlassen.
Offen homosexuelle Fußballspieler sind weiterhin ein Tabubruch für die Szene. Mehrere Trainer, u.a. der ehemalige kroatische Nationaltrainer Barić leugnen die Existenz von bi- oder homosexuellen Spielern oder lehnen diese ab. Fußball wird laut der Fußballforscherin Almut Sülzle von der Fanszene als ein „Ort der Männlichkeit“ gesehen. Jegliche Form von gefühlter Weiblichkeit und Nicht-Heterosexualität wird abgewertet. So werden autoritäre Strukturen in der Kurve und am Feld (vom Trainer bis zum Schiedsrichter) untermauert, die diese Klassengesellschaft braucht.
Es entstehen jedoch auch selbstorganisierte Kämpfe, etwa mit dem europäischen Dachverband für schwul-lesbische Fanclubs „Queer Football Fanclubs“. Für 20.-22. April ruft die österreichische Initiative „Fußballfans gegen Homophobie“ zu Aktionstagen auf.

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