Frisch gestreikt ist halb gewonnen

Nicolas Prettner

Vom 1.-4. Juli blockierten die ArbeiterInnen des slowenischen Hafens Koper die Zufahrtswege. Grund waren die Privatisierungspläne der Regierung, in die angeblich auch die ÖBB involviert sein soll. Der Widerstand zahlte sich aus und die Privatisierung konnte vorerst verhindert werden.

Wie konnte das erreicht werden? Eine wichtige Rolle für den Erfolg von Arbeitskampf und auch Blockade spielte eine Solidaritätsbewegung, die sowohl lokal als auch international war. Von zahlreichen anderen Häfen kamen Solidaritätsschreiben, wie z.B. vom kroatischen Hafen Rijeka, der bereits privatisiert wurde. Die HafenarbeiterInnen in Triest traten in einen Bummelstreik, um ihre Solidarität mit den KollegInnen zu zeigen. Doch entscheidend war die Solidarität der lokalen Bevölkerung. Eine breite Initiative wurde gegründet um den Arbeitskampf zu unterstützen, an der eine kämpferische Basisgewerkschaft aber auch die Partei „Združena levica“ (Vereinigte Linke) beteiligt sind. Diese organisierte in Koper selbst, einer Stadt mit nur 50.000 EinwohnerInnen, eine Demonstration an der 4.000 Menschen teilnahmen. An der Blockade beteiligten sich auch FreundInnen und Familie der Beschäftigten. Die Blockade in Koper zeigt eindrucksvoll was der beliebte Demonstration-Slogan „Hoch die internationale Solidarität“ in der Praxis bedeutet. Wenn sich ArbeiterInnen auf lokaler Ebene und über Ländergrenzen hinweg solidarisieren kann Widerstand erfolgreich sein!

Erscheint in Zeitungsausgabe: 

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