15&16.2. Streik für bessere Bezahlung und kürzere Arbeitszeiten!

Flugblatt von "Wir sind sozial aber nicht blöd" für die bevorstehenden Streiks im Sozialbereich

Wenn am 12.2. die Verhandlungen endgültig scheitern, werden wir PflegerInnen, SozialarbeiterIn­nen, BehindertenbetreuerInnen und alle anderen, die nach dem Kollektivvertrag der Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ -KV) bezahlt werden, gemeinsam einen möglichst wirksamen Streik organisieren.

 

Wir von „Sozial, aber nicht blöd“ werden immer wieder gefragt, was man als als ArbeitnehmerIn jetzt tun kann, und wie ein Streik ausschauen könnte. Dazu ein paar Anregungen:

Du kannst jetzt Infos ein holen und mit Kol­legInnen über einen Streik sprechen.

Infos gibts auf den Homepages der Gewerk­schaften oder bei „sozial, aber nicht bloed“. Sprich mit möglichst vielen KollegInnen. Sprecht Euch ab „Wie seit ihr betroffen?“, „Wie könnte ein Streik ausschauen?“ Welche Infos braucht ihr dafür? Nutzt dafür Teamsitzungen und Super­visionen. Kontaktiert, alleine oder gemeinsam Euren Betriebsrat, trefft Euch, ladet jemanden vom Betriebsrat ein und fordert eine (Teil-)Be­triebsversammlung ein. Ein Streik sollte so aktiv und so sichtbar wie möglich sein. Daher sollte er von unten nach oben organisiert werden. Es ist wichtig alle offen Fragen und Ängste zu be­sprechen. Wenn es in Eurer Firma keine Betrieb­srat gibt organisiert ein Treffen mit einem/einer zuständigen GewerkschaftssekretärIn. Auch wir von „Sozial, aber nicht blöd“kommen gerne in Deiner Dienststelle vorbei.

Für kämpferische und demokratische Be­triebsversammlungen.

Die oben genannten Fragen müssen gut be­sprochen werden. Die Betriebsversammlung sol­lte ein klares Zeichen setzten. Die Arbeit sollte - so weit möglich - unterbrochen werden. Unsere Anliegen sind so wichtig, dass wir dafür auch für eine notwendige Betriebsversammlung die Arbe­it sein lassen müssen. Eine „0815-Betriebsver­sammlung“ – wo ein paar KollegInnen kommen und der Rest arbeitet normal weiter- wird keinen Eindruck machen und kann vor allem keinen demokratische Diskussion mit Einbindung aller MitarbeiterInnen erbringen.

Du kannst Dich aktiv einbringen und Vorschläge machen.

Auf den Betriebsversammlungen muss es demokratische Debatten und Streik-Beschlüsse geben. Wichtig ist genau zu überlegen wie der Streik ablaufen soll. Welche Arbeit ist nötig? Wie viel Betreuung? Was sind Notfälle? usw. Darüber entscheidet die Belegschaft und nicht die Geschäftsleitung. Aktive KollegInnen und BetriebsrätInne, sollten alle KollegInnen, die et­was tun wollen, in Streik- und Aktionskomitees zusammenschließen. Diese Komitees sollten sich offen treffen und möglichst viele KollegInnen einbinden. Eine Streikleitung (sowohl im Betrieb aber auch österreichweit) sollte demokratisch gewählt werden. Sie bestimmt wann ein Streik begonnen oder unterbrochen wird. Sie sollte möglichst viele KollegInnen aus unterschiedli­chsten Standorten und Bereichen umfassen. Aus den betrieblichen Streikleitungen sollte eine bundesweite Streikleitung bestimmt werden. Bei einem Streik wird einiges riskiert. Es ist unser Risiko, unsere Bezahlung und unser Kollektiv­vertrag. Daher muss über ein endgültiges Ver­handlungsergebnis und ein Ende des Streiks in einer Urabstimmung aller betroffen KollegInnen entschieden werden!

Du kannst KlientInnen und Angehörige direkt ansprechen, informieren und vielleicht ein­binden.

Entweder mit Infomaterial von der Gewerkschaft oder mit selbst gemachten Infomaterial. Wir ar­beiten mit Menschen, daher sind Streiks nicht leicht. Aber Beispiele wie bei pro mente OÖ und den Ordensspitälern in Oberösterreich, oder im Krankenhaus “Charite´” in Berlin zeigen, dass Streiks möglich sind. Die allermeisten Betroff­enen unterstützen uns, weil sie wissen, wie hart wir arbeiten und wie schlecht wir bezahlt werden! KlientInnen, Angehörige, SachwalterInnen usw. können bei Kampfmaßnahmen eine wichtige Rolle spielen. Etwa in dem sie sich an Aktionen wie Kundgebungen usw. aktiv beteiligen und ihre Solidarität zum Ausdruck bringen.

Du kannst mithelfen, den Streik möglichst öffentlich zu machen.

Du kannst mit Deinen ArbeitskollegInnen die Di­enststelle “schmücken“, mit Plakaten, Transpar­enten, sei es an der Türe oder aus den Fenstern. Gut sind auch Kundgebungen vor der Diensts­telle, das Verteilen von Informationsmaterial vor dem Betrieb usw. Wichtig ist auch, gemeinsam mit KollegInnen aus anderen Firmen nach außen zu gehen, etwa mit gegenseitigen Besuchen oder Kundgebungen.

Für einen bundesweiten Streik- und Aktions-tag Mitte Februar! Wir werden die Solidarität aus anderen Branchen brauchen!

Unsere zuständigen Gewerkschaften GPA-djp und vida sollten gemeinsame Demonstrationen in den Landeshauptstädten organisieren. Ein Aktionstag kann zeigen wer uns aller unterstützt. Viele können mitmachen: KollegInnen aus an­deren Branchen, solidarische Menschen oder KollegInnen aus betroffenen Firmen, wo ein Streik noch nicht klappt.

Streikbewegung ausweiten!

Aktuell sind „nur“ ca. 110.000 SWÖ- KollegInnen betroffen. Aber auch die KollegInnen von Cari­tas, Diakonie, Rotes Kreuz,... haben ähnliche Probleme und Forderungen Daher wäre eine Ausweitung der Streiks auf den gesamten Sozi­al-und Pflegebereich wichtig.

Wir machen Aktionen – mach mit!

Viele KollegInnen wollen etwas tun und sich informieren. Wir von „Sozial, aber nicht blöd“ wollen jetzt die Chance nutzten, um Verbesse­rungen zu erreichen. Es geht um bessere Arbe­itsbedingungen und eine andere Politik. In Ös­terreich besitzen wenige Superreiche hunderte Milliarden. Mit einer aktiven Umverteilungspolitik könnte das notwendige Geld für den Sozialbere­ich aufgestellt werden. In den nächsten Tagen werden wie eine Reihe von Aktionen starten - wenn Du mit uns reden willst um Dich zu inform­ieren – wenn Du bei Aktionen dabei sein magst oder in Deinem Betrieb etwas tun willst - Melde Dich bei uns!

 

Zwei wichtige Termine:

▶️ Kundgebung zur Unterstützung der Streiks im Sozialbereich
9.2. | 15:00 | U-Bahn Station Ottakring (Ausgang Thaliastraße) 
https://www.facebook.com/events/340766876437872/

▶️ Workshop: Streiks im Sozialbereich – Was tun?
9.2. | 18:00 | Amerlinghaus | Stiftgasse 8 
https://www.facebook.com/events/149454419003694/

 

 

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