Zeittafel - Spanischer Bürgerkrieg

Aus der SLP-Broschüre "Spanischer Bürgerkrieg"

1909: Streikwelle erschüttert Spanien

1914-1918: Spanien verhält sich im 1. Weltkrieg neutral und kann daraus große wirtschaftliche Gewinne schöpfen. Mit dem Ende des Krieges geht es allerdings auch mit Spaniens Wirtschaft wieder bergab.

1921: Kommunistische Partei gegründet

1923

September: General Primo de Rivera setzt eine Militärdiktatur ein. Die UGT toleriert diese, dadurch kommt es zu einem Konflikt zwischen UGT und CNT, da die CNT brutalst verfolgt wird.

1925

November: Katalanischer Putschversuch mißlingt und Wirtschaftskrise trifft Spanien

Dezember: Ende der formalen Diktatur, Rivera nun Premierminister

1929

März: Universitäten geschlossen, um die Studenten Opposition zu unterdrücken.

1930

Januar: Diktator Primo de Rivera tritt zurück

April: Internationale Linke Opposition (ILO) organisiert sich in Paris

August: Pakt von San Sebastian der republikanischen Parteien

Dezember: Liberale Offiziere unternehmen einen erfolglosen Aufstand (von Jaca)

1931

April: Republikaner erobern bei den Gemeindewahlen alle großen Städte; die Republik wird ausgerufen; Zamora wird Ministerpräsident

Mai: Zusammenstöße zwischen Monarchisten und Arbeitern in Madrid; mehrere Kirchen werden niedergebrannt

Juni: Die Parlamentswahlen geben den prorepublikanischen Parteien eine überwältigende Mehrheit. Sozialdemokratische Partei wird größte Partei im Parlament jedoch wird Azana Ministerpräsident.

Juli/August: Streikwelle, Generalstreik in Sevilla durch Artillerie der republikanischen Regierung niedergeworfen.

1932

Januar: Aufstände in Katalonien von den Anarchisten organisiert

August: Mißglückter Aufstand des monarchistischen Generals Sanjurjo

1933

April: Gemeindewahlen bringen den Rechten starke Gewinne

September: Azana tritt als Ministerpräsident zurück, Lerroux bildet bis zu den Wahlen eine Regierung.

November: Parlamentswahlen bringen den Rechten und Monarchisten die Mehrheit, während CNT sich nicht beteiligt, Lerroux als Ministerpräsident bestätigt. Er beginnt Reformen zu widerrufen.

1934

Juni: Von den Anarchisten ausgerufene ländliche Streikbewegung

Oktober: Lerroux bildet neue Regierung, zusammen mit Mitgliedern der rechten CEDA von Gil Robles; Generalstreik der Sozialdemokraten und Anarchisten niedergeworfen. Lerroux beauftragt Franco mit Niederwerfung der "Asturischen Kommune"

Oktober/November: fruchtbare Vergeltungsmaßnahmen gegen Mitglieder der asturischen Kommune: 5.000 getötet, 30.000 politische Gefangene

1935

August: VII. Kongreß der Komintern proklamiert Volksfrontpolitik

1936

Januar: Lerroux tritt infolge eines Finanzskandals zurück. Das Parlament wird aufgelöst.

16. Feber: Neuwahlen bringen Volksfront an die Macht; Azana wieder Ministerpräsident; Anarchisten und POUM unterstützen Volksfront bei den Wahlen.

März: Grundenteigungen in der Region Estremadura

April: General Mola verschickt Rundschreiben, das zur Erhebung aufruft, Fusion der Sozialistischen und Kommunistischen Jugendgruppen unter der Obhut der Kommunistischen Partei

Mai: Azana anstelle von Zamora Präsident der Republik, Quiroga Ministerpräsident, Massenstreiks in Frankreich

Juni: Volksfront wird in Frankreich gewählt; Daladier wird Verteidigungsminister und Leon Blum Ministerpräsident

Juli: PCE verkündet volle Unterstützung für Regierung; spanischer Monarchistenführer Jose Calio Sotelo wird ermordet

17.-21.Juli: Unter der Führung des Generals Francisco Franco erheben sich große Teile der spanischen Armee. Ministerpräsident Quiroga verweigert Arbeitern Waffen; sein Nachfolger Martinez Barrio bietet Franco und Mola die Posten als Innen- und Verteidigungsminister an, Jose Giral tritt an die Stelle von Barrio; die Arbeiter werden bewaffnet.

23. Juli: Faschisten bilden in Burgos, nördlich von Madrid, eine nationale Gegenregierung von General Miguel Cabenellas

26. Juli: Deutschen beginnen mit dem Aufstellen der "Legion Condor", die fortan bis zum Ende auf Seiten der Francofaschisten im Bürgerkrieg kämpfte. Deutsche und italienische Flugzeuge landen in Marokko.

15. August: Frankreich und England unterzeichnen einen Nichteinmischungspakt

21. August: Der Erste Schauprozeß gegen die 16 endet mit den Todesurteilen für alle Angeklagten, darunter sind Sinowjew, Kamenew, Mratschowski und Smirnow.

September: Giral tritt zurück, Caballero wird unter der Bedingung Ministerpräsident, daß die Kommunisten in die Regierung eintreten, CNT und POUM treten der katalonischen Regierung bei und Andres Nin wird Justizminister.

29. September: Franco wird zum Oberbefehlshaber der Armee und zum Regierungschef des nationalspanischen, faschistischen Putschisten Kabinetts ernannt.

Oktober: Die Zentralregierung beendet die Unabhängigkeit der Milizen und gründet die Volksarmee, die Belagerung von Madrid beginnt.

November: Zentralregierung um Anarchisten erweitert, Regierung nach Valencia verlegt, Internationale Brigaden treffen in Madrid ein.

Dezember: Brief Stalins an Caballero indem er auf Schutz des Privateigentums besteht; Deutsch-japanischer Anti-Komintern Pakt unterzeichnet

16. Dezember: POUM wird aus der Regierung gestoßen, die Diskriminierung der POUM beginnt.

1937

30. Jänner: Der 2. Moskauer Schauprozeß gegen die 17 endet mit langjährigen Haftstrafen und Todesurteile für die Angeklagten. Radek wird für 10 Jahre verbannt, unter anderen werden Pjatakow und Muralow erschossen.

Februar: Faschisten erobern Malaga

25. April: Bombadierung von Guernica beginnt

Mai: Die Regierung annektiert die von den Anarchisten besetzte Telefonzentrale von Barcelona. In Folge kommt es zu schweren Straßen- und Barrikadenschlachten zwischen revolutionären Arbeitern und Regierungseinheiten in Barcelona.

Juni: Die POUM wird von der Zentralregierung verboten und ihre Mitglieder bzw. Sympathisanten grausamst verfolgt, eingesperrt und ermordet.

Oktober: Zentralregierung nach Barcelona verlegt

November: Italien tritt Anti-Kominternpakt bei

1938

Jänner: heftige Bombardierung Barcelonas beginnt

13. März: Der 3. Moskauer Schauprozeß gegen die 21 endet mit den Schuldsprüchen für die Angeklagten. Unter anderen werden Bucharin und Rykow erschossen.

April/Juni: Franco erreicht die Küste und zerschneidet das republikanische Spanien

September: Internationale Brigade kämpft die letzten Schlachten in der Ebro-Schlacht: Chaimberlain und Daladier schließen Münchner Abkommen mit Hitler.

November: Internationalen Brigaden verlassen Spanien

1939

Jänner: 26. Barcelona ergibt sich

27. Feber: Großbritannien und Frankreich erkennen Franco an, während die Republikaner noch 1/3 Spaniens halten.

4. März: Der republikanische General Miaja verbreitet per Rundfunk ein Manifest mit dem Vorschlag sich zu ergeben.

28. März: Faschisten marschieren in Madrid und Valencia ein, das ist das Ende des Krieges; Spanien tritt Anti-Kominternpakt bei

29. März Kriegshandlungen enden

1. April USA erkennen die Franco an

6. April: Siegesappell für die Legion Condor durch Hitler im Kampf gegen den internationalen Bolschewismus, mehr als 20.000 Soldaten werden in Berlin geehrt.

24. August: Hitler-Stalin-Pakt unterzeichnet