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Sozialistische LinksParteiösterreichische Sektion des Komitees für eine ArbeiterInneninternationale (CWI) |
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24.11.2008Martin Graf im AbseitsKategorie: Rechtsextremismus/Faschismus, Wien, Kultur&SportAusschluss von Fußballerinnen bei Hellas Kagran schlägt hohe WellenBis vor kurzem waren drei Mitglieder der SLP, Margarita Döller, Lucia Döller und Irene Müller, Spielerinnen beim FC Hellas Kagran. Am 27. Oktober wurde ihnen von Vorstandsmitgliedern des Vereins überraschend mitgeteilt, dass sie mit sofortiger Wirkung vom Spielbetrieb suspendiert wären. Als Grund wurde nur knapp angeführt, dass sich die Spielerinnen in der Öffentlichkeit negativ über den Verein geäußert hätten, und dass sie eine Stunde zuvor sogar an einer Protestdemonstration gegen die Wahl des derzeitigen Vereinspräsidenten Martin Graf, zum 3. Nationalratspräsidenten teilgenommen hatten. Dies wäre nicht vereinbar mit den Vereinsprinzipien, denn "Politik und Sport gehören getrennt". Der “rechte” Umgang mit Politik am FußballplatzAm 12. September lud Martin Graf (Vereinspräsident) gemeinsam mit dem RFJ zu einem Spanferkelessen auf dem Sportplatz vom FC Hellas Kagran ein. Dieses entpuppte sich allerdings als eine FPÖ-Wahlkampfveranstaltung, auf der sich neben bekannten FPÖ-Politikern und Burschenschaftern auch einige Skinheads einfanden. Auch die Tatsache, dass sich ein Gutteil der Anwesenden wahrscheinlich mehr für die Verköstigung, als für die Politik der FPÖ interessierte, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Martin Graf sein Amt als Vereinspräsident des FC Hellas Kagran für eigene politische Zwecke missbraucht hat. Welche Politik halten wir für die richtige?Das eigentliche Problem ist nicht "die Vermischung von Sport und Politik". Tatsächlich ist Politik von Sport genauso wenig zu trennen, wie von sämtlichen anderen Bereichen des Lebens. Wie der Verein geführt wird, wie und von wem Entscheidungen getroffen werden (zum Beispiel wer politische Veranstaltungen am Platz machen darf), und wie viel Mitspracherecht die einzelnen Mitglieder haben, sind politische Fragen. Das eigentliche Problem sind die rassistischen und sexistischen Inhalte der FPÖ-Politik - ihnen darf nicht unwidersprochen bleiben - nirgends! Erfolgreiche KampagneDas ungeheuerliche Verhalten Martin Grafs wurde inzwischen sowohl von verschiedenen Medien, wie auch im Parlament aufgegriffen. Viele Fussballfans haben bekundet, dass sie mit einem solchem Klubpräsidenten ein Problem haben - und nicht mit SpielerInnen, die auf dessen Rechtsextremismus zurrecht hinweisen! Um zu zeigen, dass eine solidarische Politik sportlichen Prinzipien nicht im Weg steht, sondern die verbindenden Elemente in den Vordergrund stellt, veranstaltet die SLP ein antirassistisches und antisexistisches Fußballturnier im Rahmen des Jugendkongresses gegen Rechts.
Antirassistisches Soli-Fussballturnier23-25.1.2009 in Wien Kommentar? Mail an slp(at)slp.atDieser Artikel stammt aus dieser Ausgabe der Zeitung Vorwärts |
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