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Sozialistische LinksParteiösterreichische Sektion des Komitees für eine ArbeiterInneninternationale (CWI) |
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01.12.2009Gefährlich, schmutzig und blödKategorie: Österreich, Jugend..warum Sexualaufklärung uns das (manchmal) beibringen möchteWer von uns, liebe Leserin, lieber Leser, hat sich je gemütlich und verstanden gefühlt bei den Unterrichtsstunden zu "Fortpflanzung des Menschen" oder "Geschlechtlich übertragbare Krankheiten"? Hat man da je etwas später Nützliches gelernt, wenn man Beschreibungen hört von einem ominösen Objekt vom Namen "Glied", das Flüssigkeit an einen weiteren, ebenso seltsamen Ort, der "Gebärmutter" heißt, "schießt"? Das alles führt dazu, dass Menschen, sowas wie wir, entstehen, wachsen, so wie sich Moos an einem dunklen, feuchten Ort einfach mal so bildet. Menschenproduktion statt SpaßUnd warum ist die Schule, eine staatliche Organisation für die Bildung junger Menschen, auch keine tolle Quelle für Information? Dort wird Sex und Liebe Großteils als "Geschlechtsakt" dargestellt, also eine Tätigkeit bei der man Menschen, Humankapital, produziert. Und das hat nicht nur etwas mit der Verklemntheit von PädagogInnen und LehrplanerstellerInnen zu tun. Sex und WirtschaftszyklenIn der Tat gibt es einen Zusammenhang zwischen Frauenrechten und dem Bild von Sexualität (insbesondere weiblicher) und den Konjunkturzyklen. In Krisenzeiten wird das „traditionelle“ Frauenbild in den Vordergrund gerückt, in Aufschwungzeiten ist Moderneres angesagt: Zu simpel?Klar, ganz so simpel ist es nicht – die ArbeiterInnen- und die Frauenbewegung hat viel erreicht. Das Bild von Sexualität ist heute ein anderes als vor 100 Jahren. Dennoch müssen wir die Frage stellen: „Ist es im Sinne derer, die für unsere Bildung zuständig sind, uns über unsere Möglichkeiten und Rechte auf dem Gebiet der Sexualität aufzuklären? Wollen sie auch sexuell selbstbewusste Menschen?“ Anscheinend nicht, sonst wäre die Situation nicht so, wie sie momentan ist. In Anlehnung an ein berühmtes Zitat, das wohl auch beim Sex gilt: "Die herrschende Meinung ist immer die Meinung der herrschenden Klasse.“ Kommentar? Mail an slp(at)slp.atDieser Artikel stammt aus dieser Ausgabe der Zeitung Vorwärts |
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