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Sozialistische LinksParteiösterreichische Sektion des Komitees für eine ArbeiterInneninternationale (CWI) |
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08.09.2009Zeittafel IranKategorie: Geschichte, Iran1906/1911: Bürgerlich-revolutionäre Erhebungen 1917: Ausrufung der Sowjetrepublik von Gilan (Nordiran) 1921: Militärputsch des von GB unterstützten Reza Khan und Niederschlagung der Sowjetrepublik von Gilan 1941: Anglo-sowjetische Besetzung des “neutralen” Iran aus Angst, der Schah könne sich mit Deutschland verbünden. Der Schah muss abdanken, sein Sohn Mohammad Reza Pahlavi wird Nachfolger. Gründung der stalinistischen (moskautreuen) Tudeh-Partei, die rasch durch Arbeitskämpfe eine Massenunterstützung aufbaut 1943: Auf der Konferenz von Teheran teilen Roosevelt, Stalin und Churchill die Welt nach Einflusszonen für eine “Neuordnung” nach dem 2. Weltkrieg auf 1946: Der Kampf der Ölarbeiter von Chuzestan ist der bis dato größte Streik im Mittleren Osten. Im Jänner wird die Republik Kurdistan in der Stadt Mahabad (Nordosten) ausgerufen. Sie hält sich bis zur Niederwerfung durch von den USA unterstützte iranische Truppen im Dezember 1951: Unter dem bürgerlich-demokratischen Permierminister Mossadegh wird die Öl-Industrie gegen den Willen des Westens verstaatlicht. Die USA und Britannien boykottieren daraufhin iranisches Öl und putschen den Schah an die Macht 1953: Absetzung des Schahs, der flieht. Ein vom CIA unterstützter Putsch stürzt Mossadegh und bringt den Schah zurück an die Macht. Die Führung der 100.000 Mitglieder starken Tudeh flieht nach Moskau statt Widerstand zu leisten 1956: Gründung der vom CIA unterstützten grausamen Geheimpolizei SAVAK gegen politische GegnerInnen und Gewerkschaften 1962: Treffen des Schahs mit US-Präsident Kennedy, um Iran militärisch aufzurüsten 1963: Rebellion gegen den Schah wird niedergeschlagen und Khomeini als Führer des religiösen Teils muss ins Exil. Als Reaktion leitet der Schah die “Weiße Revolution” ein. Von oben oktroyierte Industrialisierung wandelt die Großgrundbesitzer zur neuen Kapitalistenklasse. In Folge verlieren 1,2 Mio Kleinbauern ihre Existenzgrundlage und gehen als ArbeiterInnen in die Städte 1972: Treffen US-Präsident Nixon und Schah, um Iran weiter als Brückenkopf des US-Imperialismus auszubauen 1976: Iran fördert 295 Mio. Tonnen Öl und damit 10 % der Weltproduktion 1977: 50.000 Menschen kämpfen gegen die Räumung der Slums von Teheran. US-Präsident Carter nennt Iran in der Weihnachtsansprache “Insel der Stabilität” 1978: Laut einem CIA-Bericht wird der Schah seine Machtposition für die nächsten Jahre halten. Im selben Jahr kommt es zu einem Generalstreik in den industriellen Zentren 11. Feber 1979: Sturz des verhassten Schah-Regimes. Die iranische Revolution ist nicht mehr aufzuhalten. Sie beginnt als Bewegung der ArbeiterInnen mit sozialen und sozialistischen Forderungen. Erst durch die Fehler der Linken können die Mullahs die Macht übernehmen. Kommentar? Mail an slp(at)slp.atDieser Artikel stammt aus dieser Ausgabe der Zeitung Vorwärts |
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