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08.09.2009Rambo und die ReligionKategorie: Iran, ReligionSind all die IranerInnen, die in dieser Zeit "Gott ist groß" von den Dächern Teherans rufen, automatisch reaktionäre FundamentalistInnen? Oder fertige soziale RevolutionärInnen? Diese überspitzt formulierte Frage führt zu einem wesentlichen Thema, das nicht nur in Iran von Bedeutung ist: die Religion. In ihren Ursprüngen tragen Religionen oft sozialrevolutionäre Züge in sich. Ideen der Gleichheit, der Barmherzigkeit etc. drücken einen Protest der Unterdrückten gegen ihr jeweiliges Gesellschaftssystem aus. Als Form der Rebellion eignet sich Religion jedoch kaum. Etablierte Religionen, und vor allem ihre "irdischen" VertreterInnen predigen seit jeher Gehorsam und vertrösten ihre Gläubigen auf ein Paradies im Jenseits. Natürlich nicht ohne Eigennutz: Egal ob katholischer Priester oder islamischer Mullah, Geistliche profitierten immer von Klassengesellschaften und nutzten gemeinsam mit den Herrschenden die Religion als Spaltungs- und Unterdrückungsmittel, so auch in Iran. Kommentar? Mail an slp(at)slp.atDieser Artikel stammt aus dieser Ausgabe der Zeitung Vorwärts |
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