Kurzmeldungen

Reich&Schön&weit weg
Reden wir über die Parallelgesellschaft: Die Reichen. In ihrem Kino-Dokumentarfilm „Generation Wealth“ tut Laura Greenfield das über 25 Jahre hinweg. Was sie zutage fördert, ist absurd, aber mehr als nur eine Art umgedrehter „Sozialporno“. Schon ihr Film „Queen of Versailles“ war eine Studie über die herrschende Klasse und was sie antreibt. Ohne jeden Bezug zur Realität bestimmen sie den Lauf von Politik und Wirtschaft. Das ist die Welt von Trump und Putin, von Grasser und Mateschitz. Greenfield erklärt Reiche zu „Geld-Junkies“ und übersieht dabei leider die Rolle des Kapitalismus, der solche Gestalten natürlicherweise hervorbringt. Sie spricht von einer Gesellschaft auf dem Weg zum Zusammenbruch, aber die Krise von 2008 hat gezeigt: Der Kapitalismus wird nicht von alleine zusammenbrechen. Das müssen wir schon selber machen!

Buch: Antisemitisch?
Immer öfter wird vor dem Anstieg des Antisemitismus in den letzten Jahren gewarnt. Dieser bedrohliche Trend wird aber von Seiten der großen Medien fast ausschließlich mit Migration in Verbindung gebracht. „Die Muslime“ wären für die Zunahme an Übergriffen, Schmierereien etc. verantwortlich. Parteien wie die FPÖ geben sich als pro-Israelisch und behaupten damit, sie seien plötzlich die Vorhut gegen Antisemitismus. Immer öfter wird auch Linken Antisemitismus vorgeworfen, vor allem wenn sie die Politik der israelischen Regierung kritisieren. Claus Ludwig beschäftigt sich in seinem Buch „Antisemitisch?“(erschienen im Manifest Verlag) mit dieser Umwidmung des Begriffes. Er schaut sich die Geschichte des Antisemitismus aus marxistischer Perspektive an und entwickelt eine internationalistische Antwort auf die Nahost-Frage. Sehr lesenswert!

Ursachen

Das „Verursacherprinzip“ will die ÖVP Niederöstereich bei Kosten für Polizeieinsätze bei Fußballspielen anwenden - Rapid&Co sollen zahlen. Was im kommerziellen Bereich vielleicht erst mal einleuchtet kann die Vorbereitung auf einen ähnlichen Vorstoß im Versammlungsrecht sein: Wer eine Demo anmeldet könnten für den Polizeieinsatz belangt werden. Schon oft wurde Fußball als Testfeld für Verschärfungen der Repression genommen.

Erscheint in Zeitungsausgabe: 

Der Wahnsinn des Kapitalismus

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23.5.2018

Der Wahnsinn des Kapitalismus: Wir arbeiten grad am nächsten Vorwärts, im Schwerpunkt geht es um Imperialismus und die wachsende Kriegsgefahr. Dazu passend verschickt die schwedische Regierung an...mehr