Neue Broschüre der SLP:
Für das Recht auf Selbstbestimmung

Die neue Broschüre "Volle Selbstbestimmung für Frauen: gegen den Terror der Abtreibungsgegner" der SLP ist das Ergebnis einer längeren Auseinandersetzung mit den Abtreibungsgegnern von "Pro-Life".

Barbara Fröschl,
SLP Wien Nord,
September 2001

Sie treten seit 1997 in Österreich verstärkt auf und terrorisieren Frauen. Der konkrete Anlass für das Erscheinen dieser Broschüre ist unsere Kampagne rund um die Mairo-Klinik.

Die Broschüre beschäftigt sich mit dem Kampf um die Fristenlösung in Österreich, dem Entstehen und Auftreten von "Pro-Life" in Österreich, als auch mit dem internationalen Netzwerk der Abtreibungsgegner. "Pro - Life" Österreich ist Teil von "Human Life International", dem größten internationalen Netzwerk von Abtreibungsgegnern, die in 56 Ländern mit ähnlichen Methoden vorgehen. In diesem Zusammenhang wird ihr politischer Hintergrund, der von Frauenfeindlichkeit, Homophobie als auch einer Verharmlosung des Holocausts geprägt ist, aufgezeigt. Am Beispiel USA zeigen wir, dass es sich bei den AktivistInnen von "Pro-Life" keineswegs um ein paar fanatische Spinner handelt, sondern, dass sie einen systematischen und gut organisierten Kampf gegen das Frauenrecht auf Abtreibung (und die Selbstbestimmung von Frauen generell) führen, in dem sie vor nichts zurückschrecken. So haben sie in den USA seit 1993 mehrere ÄrztInnen und MitarbeiterInnen von Abtreibungskliniken ermordet und etliche Bombenanschläge auf Abtreibungsklinken verübt.

Weiters enthält die Broschüre einen Teil, der sich mit der allgemein frauenpolitischen Situation in Österreich auseinandersetzt und die ideologischen Gemeinsamkeiten von "Pro-Life" und den beiden Regierungsparteien aufzeigt. So versicherte beispielsweise Wolfgang Schüssel dem Leiter von "Pro Life" Dietmar Fischer, dass die ÖVP grundsätzlich gegen Abtreibung sei. Auch ist es kein Zufall, dass "Pro-Life" bei den Gemeinderatswahlen in Wien dazu aufgerufen hat FPÖ zu wählen (um das ungeborene Leben zu schützen) und dass sich die Abtreibungsgegner gerade jetzt wo immer mehr Frauenrechte in Frage gestellt werden, im Aufwind fühlen.

Außerdem bringt die Broschüre verschiedene internationale Beispiele über die Situation in Bezug auf Abtreibung (z.B. in Irland und USA) und ein Interview mit der Leiterin der Mairo-Abtreiungsklinik und einer Aktivistin der "Pro Choice" (für die freie Entscheidung) - Bewegung in den USA.

Wichtig war es uns bei der Erstellung dieser Broschüre (sowie bei unserer Kampagne um die Mairo-Klinik) die "Abtreibungsfrage" mit der allgemeinen frauenpolitischen Situation in Zusammenhang zu stellen und aufzuzeigen, dass hinter Vorstößen von Regierungsvertretern, die Frauen das Recht auf Selbstbestimmung über ihren Körper absprechen wollen (wie z.B. der Vorschlag Haupts, dass Abtreibung nur noch mit Zustimmung des Partners möglich sein solle) eine frauenpolitisch reaktionäre Ideologie steht.


20 Seiten, öS 30,- (inkl. Porto)

 
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