Die Jugend muss sich wehren!(Maavak Sozialisti, Oktober 2000) Wir, die Jugend, haben die Schnauze davon voll, vom Establishment gedemütigt, bevormundet und zur Seite geschmissen zu werden. Wir haben genug von einem unterdrückerischen Bildungssystem, das unsere Individualität, unsere Kreativität, unsere Initiative unterdrückt und statt dessen uns allen beibringt, dass wir dumm seien und den Älteren wie Schafe gehorchen sollten. Wir haben genug von einen Staat, der von uns erwartet, drei Jahre unseres Lebens ohne Bezahlung in einer Armee zu opfern, wo wir ständig erniedrigt, beleidigt und nach der Laune eines sadistischen Offiziers bestraft werden und wo Soldatinnen ständig von sexueller Belästigung und Vergewaltigung bedroht sind. Und was kriegen wir als Gegenleistung für unsere Demütigung, Leiden und Opfer? Lausige, schlechtbezahlte Jobs als KellnerInnen, Barleute und AusträgerInnen; Jobs, bei denen wir auf der Stelle gefeuert werden können, wo wir keine Sicherheit, keine feste Anstellung, keine Rente haben. Keines der Rechte, die unsere Eltern einmal hatten. Welche Chance haben wir jemals, uns eine Zukunft aufzubauen? Wir sind die Generation, die in einer niedergehende, verfallende Gesellschaft hineingeboren wird. Geboren in einer Zeit, in der der Kapitalismus auf seinem Sterbebett liegt nicht nur in Israel, sondern international; wo der Sozialstaat zerfällt, wo unsere angeblichen Führer und Vorbilder dumm, prinzipienlos und korrupt sind unfähig, über morgen hinauszusehen; sie füllen sich eifrig die Taschen und lassen den Rest von uns untergehen. Wir sind die Opfer der gegenwärtigen, kapitalistischen Ära. Aber wir weigern uns, uns von ihm in die Senkgrube seines Ruins zerren zu lassen. Es ist Zeit, dass wir aufstehen und uns wehren, um die Kontrolle über unser Leben und unsere Zukunft zu übernehmen! Getrennt sind wir allein und werden vom Establishment leicht herausgepickt und fertiggemacht. Aber vereinigt ist die Jugend eine mächtige Kraft! In den Schulen sollten wir gegen das System kämpfen, das uns als Versager brandmarkt und uns lehrt, Langeweile zu ertragen. Wir sollten für eine Bildung kämpfen, die unsere Talente und Kreativität voll entwickelt und wo alle Jugendlichen freien Zugang zu höherer Bildung haben, egal ob sie aus Ramat ha Sharon oder Ramle kommen. Wir müssen damit anfangen, dass wir unsere MitschülerInnen und AltersgenossInnen in Kämpfen organisieren, einschließlich Demonstrationen, Sit-ins und Streiks zu Forderungen wie dem Recht der SchülerInnen, die Mitglieder der Schulräte zu wählen, das Recht in der Schule anzuziehen, was wir wollen, und Forderungen zur Verbesserung unserer physischen Bedingungen wie die Einrichtung von Klimaanlagen und Trinkwassermaschinen. Wir sollten alle Anstrengungen unternehmen, die Unterstützung der Eltern und LehrerInnen in unserem Kampf zu gewinnen. Mit den in diesen Kämpfen gemachten Erfahrungen und gewonnenen Kräften können wir zum Kampf für weitergehende Forderungen übergehen. Aber letztlich müssen wir für den Sturz dieses verfaulten kapitalistischen Systems kämpfen, wo die Industrien, natürlichen und menschlichen Ressourcen zur Erzeugung von Profit für ein paar Milliardäre ausgebeutet und verschwendet werden. Wir müssen dafür kämpfen, es durch eine sozialistische Gesellschaft zu ersetzen, wo die Jugend und die ArbeiterInnen die Ressourcen des Planeten kontrollieren und demokratisch planen werden, um sie zu verwenden, um die gesamte Bevölkerung des Planten aus Armut und Elend zu heben. Wenn Du nicht mehr bereit bist, es länger zu dulden, wenn Du wütend und kampfwillig bist, dann tritt uns bei und kämpfe mit uns für folgende Forderungen: Freie, hochwertige Bildung für alle Für Demokratie in den Schulen Für das Recht der SchülerInnen, die Schulräte zu wählen, deren VertreterInnen rechenschaftspflichtig und abwählbar sein sollten. Für demokratisch gewählte Räte aus SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen, um den Lehrplan zu planen und zu entscheiden, wie Gelder verwendet und Probleme wie Gewalt angegangen werden. Massive Investitionen in die Schulen zur Verbesserung der physischen Bedingungen, den Kauf von Büchern und Ausstattung. Abschaffung von Bagrut und anderen Apartheid-Examen, deren einziger Zweck ist, die Mehrheit der Jugend als Versager abzustempeln und so ihren Ausschluss von höherer Bildung zu rechtfertigen. Für einen gemeinsamen Kampf der Jugend, um Niedriglöhne zu beenden und Rechte auf feste Anstellung, Rente, bezahlten Urlaub etc. in allen Jobs zu sichern. Bezahlung der SoldatInnen mindestens mit dem Mindestlohn. |
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