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Palästinensische LehrerInnen kämpfen
Seit Februar sind 27.000 LehrerInnen in der Westbank im Streik und fordern die Umsetzung des Dienstleistungsgesetzes und demokratische Wahlen zur Lehrergewerkschaft
Mandy Rabin, Maavak Sozialisti, CWI Israel
Das von Arafat 1998 gebilligte Dienstleistungsgesetz erhöhte das Lehrergehalt auf 2.000 Schekel im Monat. Es wurde in Gaza umgesetzt, aber nicht in der Westbank.
Tatsächlich erhielten palästinensische LehrerInnen in der Westbank dieses Gehalt nur für einen Monat, nach dem ihre Gehälter wieder auf die ursprünglichen 1.500 Schekel (350$) gesenkt wurden, was ein Hungerlohn ist. Die Palästinenserbehörde gab die Finanzlage als Entschuldigung dafür an, dass sie das Dienstleistungsgesetz nicht umsetzte.
Die LehrerInnen fordern auch, dass die Gewerkschaftsführung demokratisch gewählt und nicht von Arafat persönlich ernannt wird, wie es gegenwärtig der Fall ist.
Die LehrerInnen wählten zur Leitung des Streiks eine alternative Führung, das Koordinationskomitee der LehrerInnen.
Im Februar demonstrierten Tausende SchülerInnen aus Solidarität mit ihren LehrerInnen und gegen die Entlassung streikender LehrerInnen. Sie stießen mit der palästinensischen Polizei zusammen und einige wurden verhaftet.
Der Streik der LehrerInnen wurde gegenwärtig ausgesetzt wegen der kürzlichen Erhebung der PalästinenserInnen gegen die israelische Armee, bei der sechs PalästinenserInnen getötet und 1.000 verletzt wurden. Wenn die Palästinenserbehörde den Forderungen der LehrerInnen nicht nachkommt, werden die LehrerInnen ihren Streik am Beginn des neuen Schuljahrs im September wieder aufnehmen.
Zwei der StreikführerInnen, Omar Sharouf und Omar Assaf, wurden während dem Streik verhaftet und werden immer noch festgehalten, ohne dass jemals irgendwelche Anschuldigungen gegen sie erhoben worden wären. Darüber hinaus wurden zehn LehrerInnen, die im Koordinationskomitee aktiv sind, von den Palästinensischen Sicherheitskräften vorgeladen und bedroht.
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