Jänner 2002

Sri Lanka:
Blutige Wahlen

Die Wahlen vom 5.12.01 waren die blutigsten der Geschichte. Es gab Tote. 80.000 konnten aus Sicherheitsgründen nicht wählen, 40.000 Stimmen wurden wegen Einschüchterung für ungültig erklärt. Die "United Socialist Party", USP, die srilankesische Schwesterpartei der SLP, ist bei diesen Wahlen mit 126 KandidatInnen in 9 Wahlkreisen angetreten. Das sozialistische Programm der USP beinhaltet das Recht auf Selbstbstimmung für die Tamilen. Sie kandidierte auch im nördlichen Teil des Landes und produzierte Flugblätter und Plakate in Singalesisch und Tamilisch. Die Linke insgesamt hat aufgrund ihrer falschen Politik, bezüglich der Nationalen Frage und des mangelnden Widerstandes gegen die neoliberale Weltbankprogramme verloren - die KP alle ihre Parlamentssitze (die sie seit 1947 hatte) und auch die LSSP konnte nur einen Sitz erringen. Das Ergebnis der USP kann sich mit 9457 Stimmen als landesweit immerhin zehntstärkste Partei sehen lassen.

 
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