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Sozialistische LinksParteiösterreichische Sektion des Komitees für eine ArbeiterInneninternationale (CWI) |
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27.11.2009Mindestsicherung als Armutsfalle?!Kategorie: Betrieb&Gewerkschaft, Österreich, SozialesÖVP bläst gleichzeitig mit Transferkonto zu weiteren AngriffenWer weniger als 900 Euro im Monat zur Verfügung hat (Einpersonenhaushalt), gilt in Österreich als arm. Und zwar deshalb, weil das Führen eines „normalen Lebens“ in der Gesellschaft dann kaum noch möglich ist. Die neue „Mindestsicherung“ ändert diesen Umstand nicht. Mit 733 Euro im Monat liegt sie deutlich unter dieser Armutsgrenze. Trotzdem zeichnen Medien und Wirtschaft das Bild einer “sozialen Hängematte”. Zeitgerecht hat deshalb die ÖVP die Idee entwickelt, alle Sozialleistungen durch ein „Transferkonto“ sichtbar zu machen; angeblich um dem Wildwuchs und Missbrauch staatlicher Leistungen vorzubeugen. Doch ist das ist wirklich nicht das Problem. Menschen schämen sich schon jetzt anzunehmen, was ihnen zusteht„In der Studie des Europäischen Zentrums wird eine Nicht-Inanspruchnahme in der Höhe von 62% für Österreich ausgewiesen, nur 40 % der Anspruchsberechtigten würden diese Leistung auch beziehen. Das heißt auch, 48% der zustehenden Geldsummen werden nicht beansprucht. Rund 80.000 gerade der hilfsbedürftigsten Haushalte verzichten Jahr für Jahr auf 215 Millionen Euro an Sozialhilfe.“ (www.armutskonferenz .at). Der ÖVP geht es mit ihren jüngsten Vorschlägen also darum, Angst und Scham bei den Betroffenen weiter zu steigern. Soweit so schlecht. Besonders tragisch ist allerdings, wie defensiv die Gewerkschaften demgegenüber reagieren. So „beruhigt“ ÖGB-Präsident Foglar zur Mindestsicherung: "Die bedarfsorientierte Mindestsicherung ist als Sprungbrett zurück in die Arbeitswelt gedacht und nicht als soziale Hängematte (...) Die Auszahlung der Mindestsicherung hat ganz klare Rahmenbedingungen, man soll nicht so tun, als könnte man sich aussuchen, wann man arbeitet und wann man lieber Mindestsicherung bezieht." ÖGB feiert Verschlechterung als Verbesserung„Die Mindestsicherung ist ein sozialpolitischer Meilenstein, der die unterschiedlichen Regelungen der Sozialhilfe der Bundesländer vereinheitlicht.“ (www.oegb.at) Kommentar? Mail an slp(at)slp.atDieser Artikel stammt aus dieser Ausgabe der Zeitung Vorwärts |
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