Die SchülerInnenAktionsPlattform SAP ist eine linke SchülerInnenorganisation. Wir verstehen uns als Angebot an all jene, die aktiv gegen Diskrimierungen jeglicher Art, gegen Rassismus, Sexismus, Sozialabbau, Repression und Elitenbildung kämpfen wollen.Entstanden ist die SAP auf Initiative von Jugend gegen Rassismus in Europa (JRE), als 1995 das erste große Sparpaket geschnürt wurde. Damals haben wir zum ersten Mal einen Schulstreik organisiert. Eine Zeit lang haben JRE und SAP parallel existiert. In dieser Zeit hat die SAP ausschließlich als Plattform agiert, nicht als permanente Struktur. Die SAP wurde dann aktiv, wenn es im Bildungsbereich etwas zu tun gab. So z.B. gegen den Österreichischen Turnerbund (ÖTB), der laut Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands größten rechtsextremen Organisation in Österreich. Über ein Jahr haben wir letzten Endes erfolgreich dagegen protestiert, dass der Stadtschulrat für Wien Turnsäle des ÖTB anmietet und so (wenn auch über die Hintertüre) einen Verein, der noch immer in Gauen organisiert ist, subventioniert. Im Oktober 1998 haben wir einen Schulstreik gegen die geplanten Einsparungen bei Schikursen und Schulveranstaltungen organisiert. Das Motto des Streiks: "Schüler, Lehrer gegen Gehrer". Zumindest für dieses Anliegen kämpften SchülerInnen und LehrerInnen gemeinsam. Tatsächlich sind die Einsparungen in der ursprünglich geplanten Härte nicht durchgeführt worden. Ein wenn auch sehr kleiner Erfolg. Aber noch viel zu wenig. Die SAP ist die österreichische Sektion von Jugend gegen Rassismus in Europa (Youth Against Racism in Europe YRE). Die JRE ist in Ländern in ganz Europa aktiv von Irland und Großbritannien über Deutschland bis nach Griechenland und in die Staaten des GUS. Nimmt die Vernetzung der Rassisten und Sozialabbauer, der superreichen Konzerne und der Ausbeuter zu, so kann unsere Antwort nur heißen: Wir sind international! Den internationalen Angriffen müssen wir internationalen Widerstand entgegen setzen. Als nach den Wahlen im Oktober 1999 die reale Gefahr einer blauschwarzen Regierung bestand, haben wir die Initiative ergriffen und Vorbereitung für einen Schulstreik für den Falls des Falles getroffen. Als Blauschwarz dann Wirklichkeit geworden war, beteiligten sich zahlreiche Organisationen und vor allem viele "unorganisierte" SchülerInnen an der Vorbereitung eines Wienweiten Schulstreiks. Die SchülerInnen waren die erste gesellschaftliche Gruppe, die exakt zwei Wochen nach Angelobung der FPÖVP-Regierung organisiert gegen Blauschwarz auf die Straße gegangen ist, und so der Bewegung gegen Blauschwarz einen neuen Höhepunkt verliehen hat. Doch noch ist viel zu tun. Tatsache ist nämlich, dass das gesellschaftliche Klima sich nach rechts verschoben hat. Hetze gegen ImmigrantInnen, reaktionäre Frauenpolitik, Sozialabbau und (Steuer-)Geschenke für Unternehmer, etc. Die Herrschenden machen keinen Hehl aus ihren Plänen. Was fehlt, ist eine Kraft, die nicht die Logik der Superreichen vertritt, nicht die Logik der Profitmaximierung und Ausbeutung. Diese Logik heißt letztlich immer Sozialabbau, Rassismus und Sexismus die Verarschung der Mehrheit auf Kosten einer kleinen Minderheit. Unsere Logik ist eine andere: es ist die Logik der gleichen und freien Entwicklungsmöglichkeiten für alle. Das Ziel ist eine Gesellschaft, in der die Bedürfnisse der Menschen, nicht der Profit oberste Maxime sind. Doch wir haben keine Massenmedien, die unsere Meinung zur herrschenden machen, keine finanzkräftigen Unternehmer hinter uns, keine Militärbündnisse und Polizeiapparate. Wir haben nur uns. Leider ist es so, dass jene, die andere Interessen haben als die da oben, so unorganisiert dastehen wie selten zuvor. Die SPÖ ist längst keine kämpferische Alternative mehr, der ÖGB ist vor allem ratlos oder nicht willens, ernstahft aktiv zu werden. Wollen wir etwas ändern, müssen wir gemeinsam aktiv werden, müssen wir gemeinsam Widerstand leisten müssen wir uns organisieren. Denn nur gemeinsam sind wir stark. Als Jugendliche können wir einen kleinen Beitrag leisten. Die SAP sieht sich dafür als Angebot. werde aktiv! Komm in eine unserer Gruppen (Termine und Treffpunkte auf unserer Hauptseite), ruf uns an unter 01/ 524 63 10 (SLP) oder schick ein E-Mail (sap.mail@gmx.net). Schnell und bequem Kontakt aufnehmen kannst Du auch über unser Kontaktformular. |