Staatlicher Rassismus in der SlowakeiIn der Slowakei werden Roma schon seit längerer Zeit vom Staat diskriminiert und von Neonazis verfolgt. Ein besonders extremes Beispiel dafür ist der Fall Mario Bango. Mario drohen bis zu 15 Jahre Haft, weil er seinen Bruder gegen einen stadtbekannten Neonazi verteidigte und diesen dabei in Notwehr tödlich verletze. Marios Familie wurde in der Vergangenheit wiederholt angegriffen. Sein Bruder musste letztes Jahr nach dem Angriff durch einen Skinhead sogar eine Woche im Spital liegen. Die Medien betreibe rassistische Hetze gegen Mario und trauern um den verstorbenen "patriotischen und anständigen Bürger". Im slowakischen Parlament wurde sogar eine Trauerminute für den Neonazi abgehalten. Jetzt soll an Mario ein Exempel statuiert werden. Die Anklage gegen ihn soll von "Körperverletzung" auf "Mord" verschärft werden. Am 23.4. wurde bereits in Wien im Zuge eines internationalen Aktionstages eine Protestkundgebung für Marios Freilassung ohne weitere Strafverfolgung vor der slowakischen Botschaft abgehalten. Daran waren beteiligt: das Komitee für die Verteidigung von Mario Bango, der ArbeiterInnenstandpunkt und die Sozialistische LinksPartei. Mehr Informationen über den Fall Mario Bango bekommst du unter:
Juni 2001 |