Hand-Schlags-Qualität an Schulen

AutorIn der Redaktion bekannt
März 2001

Macht ist gleichsam faszinierend wie gefährlich. Für manche Menschen scheint die Möglichkeit diese Macht auf unmenschliche Weise auszunutzen, geradezu unwiderstehlich.

Angstmache, Hetzkampagnen, psychologische Trickspielchen auf Kosten Schwacher und sogar physische Gewaltanwendung sind nur einige Merkmale mißbrauchter Macht.

Nicht nur die Politik ist ein Sammelbecken für komplexbeladene, machtgeile Menschen, nein, auch die Schule bietet eine wunderbar bunte Spielwiese, um persönliche Rachefeldzüge auszutragen.

So wird beispielsweise der Werk- und Zeichenunterricht an einem Wiener BRG den SchülerInnen zum Horrorszenario (man/frau beachte die Wichtigkeit dieses Faches in Korrelation zum Geltungsbedürfnis des Lehrers). Besagter Werk- und Zeichenlehrer erfreut sich einer extrem labilen Psyche, deren perverse Auswüchse die SchülerInnen mit voller Wucht zu spüren bekommen. Notentombola, Psychoterror und gezielte Angstmache gehören zur Pflichtübung. Doch der Herr Professor kann noch mehr! Unterrichtsgegenstände grundlos auf den Boden zu schleudern, um unschuldige SchülerInnen zum Aufräumen zu zwingen oder auch einmal eine saftige Watsche zu verteilen, erhöhen den Reiz des Unterrichtsbesuches und gehören gewissermaßen zur Kür des Proffessors der schönen Künste. Es versteht sich von selbst, dass die betroffenen SchülerInnen, vom Lehrer derartig eingeschüchtert, es tunlichst unterlassen, derartige Vorfälle publik zu machen - die Angst vor noch schlimmeren Racheakten ist zu groß. Die Macht ist ganz auf seiten des Lehrers, der, es versteht sich von selbst, pragmatisiert ist.

Trotz zahlreicher Proteste von seiten der Eltern und vielen Gesprächen mit der Direktion, bleibt alles beim Alten."Uns sind die Hände gebunden." - hört man/frau nur allzu oft als Antwort auf Hilferufe. Den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen, bedeutet das in Wirklichkeit.

Die Interessen und Rechte der SchülerInnen mit Füßen treten, heißt das.

"Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit" heißt es so schön. Da hat wohl ein gewisser "Kunstlehrer" etwas falsch verstanden?!

"Qui tacet, consentit" - wer schweigt, stimmt zu - in diesem Sinne macht sich jedeR mitschuldig, der/die nicht gegen Gewalt und Ungerechtigkeit seine/ihre Stimme erhebt .

WEHRT EUCH!

 
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