opernballDEMO

Die diesjährige Operballdemo am 22.2.2001 war eine Demo, die von Gewalt geprägt war, die durch die Polizei eingeleitet wurde.

von Peter Csitkovics
Gymnasium auf der Schmelz
März 2001

Die Demo ging friedlich vom Heldenplatz in Richtung Kärntnerstraße, wo schon zwei Reihen von Polizisten auf die Demo warteten und die sie letztendlich von der Kärntnerstraße, durch Seitengassen, zum Schwarzenbergplatz begleitete.

Dort blieb die Demo so lange stehen, bis sie von der Polizei überrannt wurde. In den Tageszeitungen stand, dass einige Demonstranten Pflastersteine auf die Polizisten warfen, es stand aber nicht, dass dies erst geschah, nachdem die Polizisten die Demonstration gewalttätig aufgelöst hatten.

Hunderte von Demonstranten versuchten der Polizei zu entkommen und somit liefen sie den Ring hinunter und versuchten in den Seitengassen Schutz zu finden. Daraufhin war die Demo in etliche Teile gespalten, die sich eine halbe Stunde später wieder sammelten. Die Demo ging dann weiter und es gab immer wieder Konfrontationen zwischen DemonstrantInnen und Polizisten.

"Siebzehn verletzte Beamten - Millionenschaden durch Verwüstungen - 42 Festnahmen" (Kurier, 23. Feb. 2001)

Das ist eine der vielen Schlagzeilen der Tageszeitungen. Dort stand, dass 17 Polizisten verletzt wurden, aber es stand in keiner Tagenszeitung, wie viele DemonstrantInnen verletzt wurden. Geschätzt waren es cirka 150 und die Verletzungen waren Platzwunden bis hin zu Knochenbrüchen. Die Polizei prügelte wahllos auf aggressive sowie friedliche Demonstranten ein.

Es ist bekannt, dass man Opernballdemos nicht mit normalen Donnerstagsdemos vergleichen kann. Denn sie sind immer friedliche Kundgebungen und es ist noch nie zu solchen Ausschreitungen wie z. B. bei der Opernballdemo gekommen.

Zu Beginn der Koalition zwischen FPÖ und ÖVP waren die Donnerstagsdemos immer Großveranstaltungen, aber dies hat sich mit der Zeit aufgehört. Viele Leute fragen sich, was die Donnerstagsdemos noch bringen, deshalb sind diese auch zuletzt viel kleiner als zu Beginn. Es ist aber sehr wichtig, dass man/frau auf die Demos geht, da man/frau sonst der Regierung zeigt, dass man/frau aufgibt und glaubt, dass die Demos keinen Sinn mehr machen. So ist es jedoch nicht, denn DER WIDERSTAND SCHLÄFT NIE!

Dies ist eine Aufforderung an alle, die schon lange nicht mehr bei Donnerstagsdemos dabei waren. JedeR Einzelne ist Mitglied von etwas ganz Großem - dem Widerstand gegen Rassismus & FPÖ, Sexismus, Sozial- & Bildungsabbau.

 
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