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Sozialistische LinksParteiösterreichische Sektion des Komitees für eine ArbeiterInneninternationale (CWI) |
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Ihr da oben - wir da untenist eine sich ständig erweiternde Sammlung von Daten und Fakten, die so maches aufzeigen. Wer Datenmaterial beitragen möchte, sende es bitte mit Quellenangabe an slp(at)slp.atFällige Umsatzsteuer01.09.2010Wo liegen die Millionen? Zum Beispiel bei säumigen Unternehmen, die die Umsatzsteuer zwar kassiert, aber nicht ans Finanzamt bezahlt haben. Fällige Umsatzsteuern derzeit: über 860 Millionen Euro. Misstrauen gegenüber Justiz01.09.2010Es wundert einen ja eigentlich nicht, aber dennoch: Dass laut einer Umfrage 82% der Unabhängigkeit der Justiz misstrauen, lässt den Schluss zu, dass sich die Justiz diesen Ruf wohl redlich verdient haben muss. Arbeitsbelastung von Chemiearbeitern01.09.2010Es ist zwar schon einige Zeit her, dass die ChemiearbeiteInnenr bezüglich der Arbeitsbelastung befragt wurden, aber die Situation hat sich seit 2000 vermutlich nicht wesentlich gebessert. Die befragten Schichtarbeiter gaben zu 80% Lärm, zu 68% Hitze und zu 54% Bildschirmarbeit als die am meisten belastenden Faktoren in der Arbeit an. Für 40 % der Befragten sind „gefährliche“ Arbeitsstoffe die erheblichste Belastung. Neben den arbeitsbezogenen Belastungen kommen noch jene hinzu die sich aus der Arbeitszeit ergeben. 86% gaben als starke Belastung die permanenten Arbeitszeitwechsel an, 77% die Problematik, dass das eigene Sozialleben (Privat- und Gesellschaftsleben) belastet wird. 33 % macht der Kampf gegen die „innere Uhr“ bereits gesundheitlich zu schaffen. Sorge um die Zukunft01.09.2010Eine Umfrage des OGM Instituts bezüglich der Zukunft für Jugendliche ergab ein wenig rosiges Bild: Auf die Frage, ob Jugendliche Angst vor der Zukunft haben müssen antworteten 70% der 501 befragten mit „Ja“, ob Jugendliche es heute schwerer oder leichter haben ins Berufsleben zu finden antworten sogar 83% mit „Ja“. Über die Hälfte der Befragten (57%) gehen davon aus, dass Jugendliche keine gerechte Pension erhalten werden. Vertrauen in wen?01.09.2010Eine aktuelle Karmasin-Umfrage zeigt es: Viel Vertrauen besteht in Ärzte (über zwei Drittel), Piloten (53%)und Lehrer (47%) Wenig Vertrauen in Investmentbanker mit gerade einmal 3%, Politiker und Versicherungsmakler mit jeweils 8 bzw. 9%. Die Absteiger in der Studie sind die Priester, die 20% an Vertrauen einbüßten und nur noch 19% der Befragten Vertrauen in sie setzen. Frauen arbeiten mehr – ein Vergleich01.09.2010
Frauen: 45 Stunden in der Woche Männer: 35 Stunden in der Woche
Frauen: 58 Prozent Männer: 42 Prozent
Frauen unbezahlte Arbeit: 80 Prozent Frauen bezahlte Arbeit: 40 Prozent
Frauen: 64 Stunden Männer: 48,4 Stunden
Frauen: 34,5 Stunden Männer: 41 Stunden
Frauen: 18,3 Stunden Männer: 4,1 Stunden
Frauen: 11,2 Stunden Männer: 3,3 Stunden Krise anders – für Manager01.09.2010Auch die ManagerInnen in Österreich spüren die Krise: durch einen fetten Zuwachs auf ihrem Konto. Verdienten ManagerInnen in Österreich im Jahr 2005 das – bereits massiv überhöhte – 37-fache des durchschnittlichen Einkommens eines Arbeitnehmers, stieg das Gehalt im Krisenjahr 2008 auf das 48-fache an. Und in Großbritannien ist die Situation ähnlich: Die letzten zehn Jahre haben sich für ManagerInnen echt ausgezahlt. Das Einkommen von ManagerInnen der obersten Etage ist, gemessen an einem durchschnittlichen Einkommen in Britannien, vom 47-fachen auf das 128-fache gestiegen. Und obwohl die die Unternehmen in Großbritannien im Krisenjahr 2008 ein Drittel ihres Firmenwertes verloren, erhöhte sich das Einkommens der Vorstände um 10 Prozent (NEF-Studie). Dafür war offenbar genug Geld da. LehrerInnen müssen zahlen01.09.2010Dem BMUKK wurden €180 Millionen vorenthalten, d.h. „jemandem“ muss das fehlende Geld abgezapft werden. Es waren die LehrerInnen, freilich nicht beim offiziellen Gehalt – das wäre (noch) zu auffällig, dafür aber in allen anderen Bereichen: Abgeltung der Überstunden, Prüfungen, Abendschulstunden, freiwillige Altersteilzeit und unbezahlte Mehrarbeit. Gleichzeitig wurde aber um €120 Millionen weniger Bundesbeitrag geleistet (von 200 auf 80 Millionen). Heißt: Frau Ministerin Schmied hat bei den LehrerInnen jede Menge eingespart und Geld nicht genutzt, das sie in ihrem Budget gehabt hätte. Warum? Knausrige Reiche01.09.2010Wir leisten ja auch unseren Beitrag... hören wir so oft von diversen schwer reichen Menschen, wenn es um Steuern, Spenden oder Ähnliches geht. Stimmt vielleicht für einige, für viele aber nicht. In Großbritannien zahlen die Einkommenstärksten proportional weniger Steuern als die Einkommenschwächsten; und in puncto Spenden: Die 10% der Haushalte, die am wenigsten Einkommen in GB haben spenden davon drei Prozent, die reichsten fünf Prozent nur ein Prozent. Steuersystem in Österreich erweist sich als wenig progressiv01.09.2010Laut des WIFO-Berichts „Umverteilung in Österreich“ stellt sich die Steuer- und Abgabensituation so dar: Das obersten Einkommenszehntel zahlt 40 Prozent – das unterste 37,6 Prozent. Auch was die Vermögenssteuer betrifft erweist sich Österreich als Schlusslicht; diese macht 0,5% des BIP aus, der OECD Durchschnitt liegt bei 1,9% des BIP. |
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